20:15, Kabel1: Banditen! Okay, die Ganuerkomödie ist etwas seicht und könnte witziger sein. Sie wird jedoch durch die Besetzung geadelt. Billy Bob Thornton und Bruce Willis spielen zwei Bankräuber mit der perfekten Masche, die jedoch durcheinander gerät, als die verzweifelte Hausfrau Kate (heiß: Cate Blanchett) ihnen begegnet und den beiden Brüdern den Kopf verdreht. Besonders sehenswert ist Thorntons Verkörperung des neurotischen Hypochonders, für welche er eine Golden Globe-Nominierung erhielt.
Und hier sind sie wieder, nach langer Pause zurückgekehrt, um in die unübersichtlichen Weiten des Fernseh-Programms Ordnung zu bringen mit Empfehlungen Eurer Cineasten. Für alle Angaben übernehmen wir aber keine Gewähr, da die lieben Sender gern mal kurzfristig das Programm ändern, besonders des Nachts. Falls wir etwas vergessen haben sollten, was Ihr als Pflicht-Film erachtet, dann könnt Ihr das gern in den Kommentaren kundtun.
Donnerstag, 27. Dezember 2007, 20:15 Uhr, ZDF: Der Herr der Ringe – Die Gefährten Noch über Jahrzehnte hinweg wird sich wohl jede Produktion im Genre Fantasy an Peter Jacksons Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Bestseller-Trilogie messen lassen müssen. Schön, daß man das zauberhafte Spektakel nun werbefrei und trotzdem zu einer anständigen Uhrzeit im deutschen Fernsehen genießen kann. Gute Nachrichten für alle Fans: Nach einigen Querelen ist nun sicher, daß Jackson auch die Vorgeschichte Der Hobbit fürs Kino inszenieren wird.
Sonntag, 23. Dezember 2007, 22:10 Uhr, KABEL EINS: Bram Stoker's Dracula Egal welche Ausrede Ihr dafür präsentieren wollt, Euch diesen Streifen noch nie angesehen zu haben, versucht es erst gar nicht! Die Gegenargumente sind zu zahlreich: Francis Ford Coppola, Gary Oldman, Anthony Hopkins, ein absoluter Klassiker der Weltliteratur und meiner Meinung nach auch eines der bedeutendsten Motive oder Themen der Kulturgeschichte, drei Oscars und sowieso und überhaupt eine absolut beeindruckende audiovisuelle Umsetzung. Sollte man sich in seinem Cineasten-Leben einfach nicht entgehen lassen.
Weihnachtszeit, Ferienzeit - und nicht selten auch endich wieder Filmzeit. Da die Festtags-Daten in diesem Jahr besonders urlaubsfreundlich fallen, lassen sich auch die Fernsehsender nicht lumpen und warten in der gesamten nächsten Woche mit einem Feuerwerk an großen und großartigen Filmen auf. Doch oh weh, oh jeh, zwischendurch wird auch noch andauernd gefuttert, Freunde wollen besucht, Verwandte beschert und eigene Geschenke ausprobiert werden. So kann es passieren, daß man in all dem Freizeitstress gar nicht so oft zum gemütlichen Heimkinoabend kommt, wie man gerne würde.
Für aufmunternde Herbstabende ist dieser Tage ein Besuch in der Videothek durchaus ratsam. In der ersten Hälfte der bevorstehenden Fernsehwoche beschränkt sich der cineastische Genuß auf - Wiederholungen der Empfehlungen letzter Woche (ARTE zeigt nachmittags noch einmal Barry Lyndon (19.11.07, 14:45) und Wege zum Ruhm (20.11.07, 14:55); WDR hat eine weitere Ausstrahlung von Der menschliche Makel im Programm (20.11.07, 22:10)), - altbekannte Perlen aus verschiedenen Jahrzehnten (21.11.07, 22:30, KABEL EINS: The Faculty; 21.11.07, 22:45; HR: Der Hund von Baskerville) sowie - dokumentarisches Material (20.11.07, 00:00, WDR: Ungeschminkt mit Jane Fonda; 21.11.07, 22:30, ARTE: Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film).
ARTE sei Dank, gibt es in dieser Woche einige Kubrick-Klassiker zu bestaunen. Wer diese noch nicht kennt, sollte die Chance nutzen, denn sein Oeuvre gehört mit Recht zum heutigen Grundkanon des Films (wenn es sowas gibt).
Montag, 12. November 2007, 20:15 Uhr, TELE 5: Der Mondmann Milos Formans toll inszeniertes Biopic mit einem hervorragenden Jim Carrey in der Hauptrolle verliert hierzulande allein dadurch an Wirkung, daß die behandelte Person des unberechenbaren US-Komikers Andy Kaufman wohl nur wenigen Kennern der amerikanischen Popkultur ein Begriff ist (und höchstens noch einigen R.E.M.-Fans aus dem Song "Man on the Moon").
Montag, 5. November 2007, 20:15 Uhr, TELE 5: Chaplin In diesem Biopic von Richard Attenborough (Gandhi) kann Robert Downey Jr. als Meister des Stummfilms einmal mehr beweisen, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Ein Muß für filmhistorisch Interessierte.
Nicht Jeder kann oder will sich die aktuelle Neuinterpretation des alten Gruselstoffes Halloween derzeit im Kino ansehen. Dennoch muß wirklich niemand vollständig auf filmische Schauerstunden verzichten. Wenngleich das Angebot an passenden Sendungen im frei empfangbaren Fernsehen einmal mehr nicht gerade üppig ausfällt (Pro Sieben hält erneut fast ganz allein die Fahne hoch), konnte ich doch das eine oder andere thematisch empfehlenswerte Häppchen ausfindig machen.
Nach einer eher schwachen Fernsehwoche gibt's am Wochenende doch noch ein klein wenig Hoffnung auf herbstlich gemütliche Heimkinostunden.
Freitag, 12. Oktober 2007, 19:25 Uhr, KIKA: Feivel, der Mauswanderer Bereits einige Jahre vor der digitalen Revolution von Shrek und Co. bewiesen talentierte Trickkünstler wie Don Bluth eindrucksvoll, daß wunderschöne animierte Abenteuer für die ganze Familie nicht immer vom übermächtigen Unterhaltungskonzern mit den Mäuse-Ohren stammen müssen. Neben In einem Land vor unserer Zeit überzeugte vor allem der kleine Mäuserich Feivel das Publikum.