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Scoop


"Zum Glück seid ihr zwei nicht solche alten Lustmolche, die jungen Dingern nur auf ihre Brüste starren." - "Tschuldigung... was?"

Der Herbst kann einem schon aufs Gemüt schlagen. Nass-kaltes Wetter und ein permanenter Grauschleier laden eher zum Vergraben unter Bettdecken ein, als daß sie einen fröhlich durch die Welt hüpfen lassen. Genau die richtige Jahreszeit also, um mit schönen Gesichtern in einer leichtfüßigen Komödie das Herz zu erwärmen. Selten war daher ein Filmstarttermin in den letzten Wochen so schön gewählt wie der des neuen Woody-Allen-Streifens Scoop.

Das Faszinierende am Allen-Universum ist, daß es ihm gelingt, aus den irgendwie immer gleichen Figuren, allen voran der typische Stadtneurotiker, doch jedes Mal aufs Neue Spaß und Lebensfreude zu gewinnen. Die Masche nutzt sich zumindest für meinen Geschmack einfach nicht ab und so durfte ich beim gestrigen Sneak-Preview-Besuch einige Male herzhaft lachen. Schmunzeln konnte ich durchgehend. Wo andere Regisseure bereits nach einem halben Film nur noch langweilen können, vermag es Woody Allen immer wieder, den Zuschauer zu erheitern. Tragik und Komik liegen so eng beieinander und viele der Sprüche sind einfach unglaublich wahr. Dabei hat es dem Charme der Allenschen Geschichten keinerlei Abbruch getan, daß er seinen ehemaligen Lieblingsort New York inzwischen zugunsten der britischen Insel aufgegeben hat. Im Gegenteil: Allen spielt einen nur wenig abgewandelten Charakter, gewinnt diesem aber durch die geographische Verlagerung ganz neue Seiten ab. Dies erreicht den abgedrehten Höhepunkt im Finale seiner Figur, das den Zuschauer gleichsam überrascht und dabei doch so absehbar war.

Der Plot der übernatürlichen Krimi-Komödie ist schnell zusammengefaßt. Als der Zauberer Splendini (Woody Allen) die College-Reporterin Sondra (Scarlett Johansson) während einer Show kurzzeitig entmaterialisiert (was hier einen simplen Verschwindetrick meint), erscheint ihr der verstorbene Star des investigativen Journalismus Joe Strombel (Ian McShane). Strombel setzt sie auf den Aristokraten Peter Lyman (Hugh Jackman) an, da er fest davon überzeugt ist, dieser sei ein fieberhaft gesuchter Serienmörder, der sogenannte Tarotkartenkiller. Zusammen mit Splendini, der eigentlich Sid Waterman heißt, ermittelt Sondra im Umfeld des Verdächtigen, um einen großen Enthüllungsknüller (engl. Scoop) landen zu können. Dabei kommt es, wie es kommen muß: Zwischen Sondra und Peter funkt es gewaltig.

Wie man es von Woody Allen erwarten durfte, wird in diesem Film unglaublich viel geredet. Aber das Zuhören macht solchen Spaß, daß die langen und manchmal wirren Gedankengänge der Protagonisten nie ermüden. Scarlett Johansson als absolut bezauberndes Schusselchen ist einfach hervorragend und ganz nebenbei wie immer göttlich anzuschauen. Sie sieht jedoch nicht nur gut aus, ihr Schlagabtausch mit dem gut 50 Jahre älteren Allen ist wahnsinnig amüsant. Die Chemie zwischen dem falschen Vater-Tochter-Paar stimmt perfekt. Auch Hugh Jackman ist genau richtig in der Rolle als englischer Gentleman/Hauptverdächtiger und bietet auch für das weibliche Publikum einen ordentlichen Hinkucker (wie mir Frauen meines Vertrauens versichert haben). Als Zuschauer ist man ebenso hin- und hergerissen wie Sondra. Ist das nun ein perfekter Traumtyp oder doch ein eiskalter Mörder? Daher kann man herrlich mitraten, reichlich lachen und am Schluß sogar mitfiebern, bevor doch noch alles gut wird. Zumindest auf die eine oder andere Art und Weise.

So mag der Film zwar weder bemerkenswerte Effekte oder große Staun-Momente aufweisen. Ehrlich gesagt, er hat eigentlich so ganz und gar nichts Besonderes. Das angenehme Gefühl aber, das er einem auf jeden Fall beschert, ist die Kinokarte allemal wert (oder dann den DVD-Kauf für noch immer ungemütlich kalte Märzabende).

Am Tatort finden sich 9 von 10 Tarotkarten.


PS: Aus der nimmer endenden Rubrik "Merkwürdigkeiten aus dem Universum der deutschen Verleihtitel": Warum kann man den Filmtitel nicht ordentlich eindeutschen, wenn doch im Film selbst ständig ganz klar eine passende deutsche Entsprechung benutzt wird? Ich werd's wohl nie verstehen...
Nachtrag: Inzwischen wird in den meisten Akündigungen zumindest mit Bindestrich noch die Übersetzung angeboten: Scoop - Der Knüller. Immerhin.
10.11.06 14:57
 



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