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Kino-Review: Harry Potter und der Halbblutprinz

(c) Warner Bros
"Und sie sagen, sie mussten das Collier einfach kaufen? Dieses Juwelo TV muss eindeutig über die finsterste Form von schwarzer Magie verfügen."

Wieder einmal ist es kurz vor Weihnachten und ein neuer Harry Potter-Film ist im Kino zu sehen. Aber Moment Mal! 30 Grad Hitze? Kurze Hosen? Hat jemand das Wetter verhext? Natürlich nicht, Produktionsstudio Warner Bros. hat sich nur entschlossen, auf dem fertig gedrehten Film einfach noch ein halbes Jahr sitzen zu bleiben, um im cineastisch eher schwachen 2009 einen Kassenschlager garantiert zu haben. Und damit ist Harry Potter und der Halbblutprinz der erste Film der Reihe, der mitten im Sommer erscheint. (Anmerkung: Das stimmt nicht, tatsächlich sind die Hälfte der Filme im Sommer erschienen, die andere Hälfte im Winter. Mehr dazu in den Comments.)

Inhaltlich dagegen ist vieles beim Alten. Erneut müssen die Zauberfreunde Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) ein turbulentes Schuljahr an der Zauberschule Hogwarts absolvieren und dabei ein weiteres Geheimnis lüften. Doch einiges hat sich auch deutlich geändert. Nach Harrys und Dumbledores Kampf gegen Voldemort im Zaubereiministerium zweifelt nun niemand mehr an der Rückkehr von Du-weiß-schon-wem. Auch seine Vasallen, die Totesser, sorgen nun ganz öffentlich für Chaos und Zerstörung in der magischen, aber langsam auch in der wirklichen, Welt. Und wäre der Druck auf Harry als "Auserwählter" im Kampf gegen das Böse nicht schon genug, so kochen nun auch seine Hormone, im vorherigen Teil schon brodelnd, nun endgültig über. Und ganz Hogwarts macht mit. Überall in den Ecken und Nischen der Zauberschule wird geknutscht und gefummelt. Das gilt natürlich auch für die kontrollbesessene Hermine und den trotteligen Ron. Nur einer hat so gar keine Augen für die Liebe: Schulfiesling und ewiger Potterfeind Draco Malfoy (Tom Felton). Nachdem sein Vater als Todesser entlarvt wurde, muss er nämlich eine folgenschwere Entscheidung treffen. Derweil taucht Harry mit Dumbledores Hilfe in die Vergangenheit seiner Nemesis Voldemort ein und lernt den neuen Zaubertranklehrer Horace Slughorn (Jim Broadbent) kennen. In dessen Unterricht kann er durch ein Lehrbuch glänzen, in welchem hilfreiche Tipps gekritzelt sind. Der Urheber der Ratschläge nennt sich im Einband nur mysteriös "der Halbblutprinz".

Schon zum zweiten Mal übernimmt David Yates die Regie (hier mein Review zu Harry Potter und der Orden des Phönix) und werkelt inzwischen auch schon fleißig an der Adaption des letzten Romans. Während er beim Orden des Phönix noch einige Unsicherheiten im Umgang mit der übermächtigen Vorlage erkennen lässt und ihr mitunter allzu sklavisch folgt, nimmt er sich beim zweiten Anlauf mehr Freiheiten heraus. Der dadurch erlangte künstlerische Spielraum tut dem Film auffallend gut und gleich die erste Szene, die es so nicht im Buch gibt, ist eine der besten. Yates besinnt sich auch auf die komischen Momente der Bücher, die seit dem dritten Film von Alfonso Cuaron immer mehr in den Hintergrund getreten sind. So gibt es einige Szenen, in welchem die jungen Zauberer die Irren und Wirren der ersten Liebe auf humorvolle und manchmal auch bittersüße Art durchleben. Auch wenn die plötzliche Betonung der Teenagerromantik durchaus dem Erfolg der Vampirschmonzette Twilight geschuldet sein könnte, so wirkt der Umgang damit in den meisten Fällen doch deutlich unverkrampfter. So mancher wird sich vermutlich sogar in den ungeschickten ersten Annäherungsversuchen der Teenager wieder finden. Trotzdem ist auch dieser Film nicht minder düster als die drei Filme davor und vor allem das actionreiche Finale zeigt definitiv, dass man Harry Potter nur noch bedingt als Märchenreihe für Kinder vermarkten kann.

Erstaunlich ist auch, dass trotz der Länge von zweieinhalb Stunden nie Langeweile aufkommt. Im Gegenteil, genau an den richtigen Stellen wechseln sich Dialogszenen und Action ab, nie hat man das Gefühl, eine wirklich überflüssige Szene zu sehen (mit der möglichen Ausnahme des x-ten Quidditch-Matches). Die Fans der Bücher werden trotzdem einmal mehr enttäuscht sein, wie viele Elemente der Vorlage erneut fehlen und teilweise schmerzlich vermisst werden. Auch werden große Teile des Lehrerkollegiums einmal mehr zu Statisten degradiert. Dafür wirkt Gambons Dumbledore deutlich weniger eindimensional als noch in den letzten beiden Filmen und kann die Mischung aus Schrulligkeit und Cleverness zeigen, die ihn in den Büchern definiert. Auch der von Alan Rickman kongenial verkörperte Snape tritt etwas mehr in den Vordergrund. Und schließlich darf Tom Fenton beweisen, dass nicht nur die drei Hauptdarsteller im Laufe von sechs Filmen zu sehenswerten Schauspielern geworden sind. Das Einzige, was man als Zuschauer wirklich vermisst, ist die alltägliche Magie des Potter-Universums. So ist Hogwarts nicht länger ein verzauberter Ort, sondern erscheint eher wie ein Gruselschloss voller dunkler Ecken und verlassener Gänge. Auch die Zauberstäbe, deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in den anderen Filmen zu bestaunen war, werden hier auf zwei Funktionen reduziert: Taschenlampe und Schusswaffe. Und letzten Endes hat das tragische Ende deutlich weniger emotionale Wucht als in der literarischen Version, zumal die eigentliche Identität des Halbblutprinzen schnell in den letzten fünf Minuten gelüftet wird, als wäre es ein unwichtiges Detail und nicht der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. All das sind jedoch eher nebensächliche Kritikpunkte und man muss es Yates hoch anrechnen, das er es geschafft hat, eins der schwächsten Bücher der Reihe als einen der besseren Filme umzusetzen. Die Erwartungen für das sehr erwachsene und actionreiche Finale sind dementsprechend hoch.

Acht von zehn Zauberschülern schaffen es, flüssigen Tod zu brauen.
16.7.09 12:35
 



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