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Kino-Review: Zack and Miri


(c) Senator/Central
Seths und Elizabeths Gag mit der unsichtbaren Kiste wurde schnell alt

Pünktlich zur aktuellen Weltwirtschaftslage präsentiert Kevin Smith in seinem neuesten Film geradezu ein Paradebeispiel für die aktuelle junge Krisengeneration. Seine Hauptfiguren, der Loser Zack (Seth Rogen) und die nicht weniger von ihrem Leben frustrierte Miri (Elizabeth Banks), sind um die 30, schon ewig befreundet, wohnen zusammen und arbeiten im selben Kaffeeladen. Trotzdem können sie nicht einmal ihre Miete bezahlen, nacheinander wird ihnen Strom, Wasser und Heizung abbestellt. Völlig verzweifelt fassen die beiden eine Entschluss: nämlich einfach einen Billig-Porno zu drehen. Flugs werden ihre Freunde (Craig Robinson, Jeff Anderson) als Produzent und Kameramann und einige Laiendarsteller (u.a Traci Lords, Jason Mewes) angeheuert und eine heruntergekommene Garage gemietet. Von Anfang an beschließen die beiden auch, eine Sexszene zusammen zu drehen, natürlich strikt freundschaftlich und ohne Gefühle. Doch der Plan von Zack und Miri geht nicht ganz so auf, wie sie dachten…

Kevin Smith hat es schon nicht leicht. Nach seinem Independent-Hit Clerks in den Neunzigern noch als Sprachrohr der Generation X gefeiert, bleibt seinen neueren Filmen meist der große Erfolg versagt. So auch Zack and Miri, der in den USA floppte und nun nach fast einem Jahr Verspätung auch in Deutschland höchstens eine kleine Zuschauerzahl anziehen dürfte. Dabei gelingt es Smith, wie schon bei Clerks 2, auch hier wieder sehr gut, die bei ihm üblichen Loser-Figuren glaubhaft in das 21te Jahrhundert zu holen. Vor allem zu Beginn des Films versteht er es, seine beiden Protagonisten einerseits als nachvollziehbare Identifikationsfiguren und andererseits als überhöhte Karikaturen zu präsentieren. Dabei fehlen natürlich nicht die typischen Smith-Dialoge zwischen postpubertärem Sex-Talk und popkulturellen Nerd-Gesprächen. Mit dem (überraschend spätem) Einsetzen der eigentlichen Geschichte vom Low-Budget-Pornodreh tritt natürlich das Thema Sex deutlich in den Vordergrund. Doch anstatt, wie beispielsweise bei dem Film The Girl next Door, das Thema Porno mit Samthandschuhen anzufassen, dringt Smith eher genüsslich mit Latexhandschuhen tief in das Schmuddelgerne ein. Es ist erfrischend, wie unverkrampft und selbstverständlich Tabu-Themen von Smith auf die Schippe genommen werden. Nur an einer Stelle schlägt er etwas über die Stränge (aber auch das ist typisch für ihn). Hinzu kommt noch eine ziemlich clevere Meta-Ebene in Form des autobiografischen Bezugs zu Smiths eigenem Erstlingswerk Clerks. Wie Zack und Miri musste sich nämlich auch Smith Geld für sein Regie-Debüt zusammen schnorren und besetzte kurzerhand lauter Freunde und Bekannte.

Die Zeiten sind jedoch vorbei und so suchte er sich mit Seth Rogen und Elizabeth Banks zwei Schauspieler aus, die nicht zum üblichen Dunstkreis des Regisseurs zählen (anders als Mewes und Anderson). Dabei ist es durchaus denkbar, dass er hoffte, durch die Wahl des Comedy-Newcomers Rogens ein breiteres Publikum erreichen zu können. Egal, ob Stunt-Casting oder nicht, Rogens ist perfekt als die sympathische männliche Hauptfigur, die sowohl den naiven Loser als auch den enthusiastischen Macher überzeugend verkörpert. Banks kann sich an seiner Seite derweil durchaus behaupten und ist mehr als nur schmückendes Beiwerk. Sie beweist (wie schon in Scrubs) ihr komisches Talent und dürfte durch ihre natürlich niedliche Art gleichzeitig die Herzen der männlichen Zuschauer schmelzen lassen. Die Leistungen der Nebendarsteller sind im Vergleich sehr durchwachsen und reichen von sehr gut (Robinson) bis unterirdisch (Porno-Actrice Tracie Morgan).

Auch der Film selbst kann nicht auf ganzer Linie überzeugen. Während er sich am Anfang schön viel Zeit für die Charaktere lässt, wird die Geschichte gegen Ende allzu schnell und einfach zur einer arg klischee-beladenen Auflösung gebracht. Ein wenig, als wenn man sich beim Sex viel Zeit fürs Vorspiel lässt, um es dann nicht erwarten zu können, zum Höhepunkt zu kommen. Dabei drängt sich die Vermutung auf, das Ende wäre Smith von außerhalb aufgedrängt worden, so wenig will es zum Rest des Films passen. Außerdem fallen bestimmte Nebenfiguren irgendwann einfach aus der Handlung heraus, obwohl man erwartet hätte, noch mehr von ihnen zu sehen. Vor allem letzteres könnte in der erweiterten Version des Films, die in den USA bereits auf DVD und Blu-ray erschienen ist, zumindest teilweise wieder behoben werden. Zuletzt bleibt noch die Frage, ob man den Film unbedingt auf im Kino gesehen haben muss. Die Antwort ist ganz klar: nein. Denn wie fast alle Smith-Filme (einzige mögliche Ausnahme Dogma) lebt der Film von seinen Dialogen und nicht von optischem Bombast. Für einen gemütlichen DVD-Abend im Kreise von Freunden ist der Film jedoch perfekt und dürfte für Kurzweil und nicht wenige Lacher sorgen. Wer doch nicht bis auf die Heimkino-Veröffentlichung warten will, sollte übrigens auf jeden Fall noch während des Abspanns sitzen bleiben.

Sieben von zehn Pornodarstellern schaffen es bis zum "Cum-Shot".

Deutscher Kino-Start: 13.08.

P.S.: Auch wenn der deutsche Titel vollständig "Zack and Miri make a porno" heißt, kann ich diesen im Titel des Reviews nicht ausschreiben, weil sonst alle Bilder dieser Seite, die auf einem amerikanischen Bildserver liegen, blockiert werden. Soviel zur US-Pornophobie.
11.7.09 11:01
 



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