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Kino-Review: Transformers - Die Rache


Exklusiv: Erstes Bild von Michael Bays Remake seines eigenen Films Die Insel!

Als Kind liebte ich alles, was mit Transformers zu tun hatte. Die Zeichentrickserie habe ich vergöttert und bin extra halb sechs am Samstag aufgestanden, um keine Folge zu verpassen. Die Spielzeuge waren großartig und treue Begleiter meiner Kindheit, dank monatelangen Flehens bekam ich sogar den damals mit 30 cm größten Transformer namens Gigatron zum Geburtstag geschenkt. Schon damals hat man mit Freunden über die Möglichkeit eines Transformers-Films nachgedacht und Sequenzen wie die Autoverwandlung aus Michael Jacksons Moonwalker hat die Fantasie zusätzlich angeheizt. 2007 machten Regisseur Michael Bay und Produzent Stephen Spielberg diesen Traum endlich wahr und auch wenn es nicht die perfekte Adaption war, so war es doch mindestens eine würdige (mehr in unserem Kino-Review von Transformers). Jetzt folgt die unvermeidliche Fortsetzung.

Darin arbeiten die Soldaten aus Teil eins nun mit den Autobots unter der Führung von Optimus Prime zusammen, um die letzten Decepticons endgültig zu besiegen. Gleichzeitig jedoch bereitet der Fallen, Anführer der Decepticons, seine Rückkehr auf die Erde vor. Dazu machen sich erneut viele Decepticons auf den Weg zur Erde und auch Fallens General Megatron wird reaktiviert. Gleichzeitig beginnt für Sam Witwicky (Shia LaBeouf) ein neues Lebenskapitel, als er das College beginnt, sehr zum Verdruss seiner Freundin Mikaela (Megan Fox), die zurück bleibt. Als er jedoch anfängt, in den ungünstigsten Momenten dieselben Zeichen zu sehen, auf die schon sein Großvater traf, wird er erneut zum Spielball im Kampf der Maschinen.

Der erste Film war ein solider Actionkracher, der viel Potential für eine bessere Fortsetzung offen ließ. Man hätte die Herkunft der Roboter beleuchten und sie als individuelle Charaktere besser ausarbeiten können. Man hätte die Action mit einer ruhigeren Hand inszenieren können. Man hätte den infantilen Humor rauslassen und zumindest zurück schrauben können. Michael Bay sah das jedoch offenbar anders. Stattdessen hat er nämlich einen anstrengende Aneinanderreihung von Actionszenen ohne Sinn und Verstand zusammen fabriziert, viel zu lang für die lachhafte Story, die von einem Zwölfjährigen zu stammen scheint (und offenbar tatsächlich drei Autoren beschäftigte, die jedoch durch den Hollywood-Streik im letzten Jahr sicherlich nicht die volle Leistung erbracht haben). Unglaublich und unnötig viele neue Roboter tauchen auf und verschwinden wieder, ohne einen Eindruck zu hinterlassen. Meist wird nicht mal ihr Name genannt. Die bereits etablierten Maschinenwesen sind noch eindimensionaler als im Vorgänger, sogar Bumblebee, im ersten Teil als Beschützers Sams noch eine wichtige Figur, hat nichts wirklich zu melden und ist auch bezeichnenderweise erneut stumm. Fallen wird zwar als noch größere Bedrohung als Megatron angekündigt, seine tatsächliche Präsenz im Film beschränkt sich auf ein paar Minuten und einem Showdown, den man verpassen könnte, wenn man nicht aufpasst. In den Actionszenen scheint sich Bay manchmal kurzzeitig der Kritik am ersten Film zu erinnern, wo die Unübersichtlichkeit bemängelt wurde und zeigt die Roboter auch mal in der Totalen, um dann jedoch schnell wieder zum viel zu nah gefilmten Wackelkamerakurs zurück zu kehren. Wieder einmal wird es zum Ratespiel für flinke Augen, zu erkennen, wer wann wie in den zahlreichen Actionszenen austeilt und einsteckt.

Das alles wäre aber noch zu verschmerzen, wenn da nicht der infantile Humor wäre. Scheint Bay bestrebt zu sein, in allen Bereichen wie Action, Tricks und Schauplätzen mindestens 100 Prozent mehr zu bringen (einzige Ausnahme ist die Handlung), wird der schon belastende Penälerwitz des ersten Teil in Die Rache verzehnfacht. So gibt es nicht nur eine, sondern gleich vier Comic Relief Figuren, eine schmerzhaft unwitziger als die nächste (und in der englischen Version sogar mit rassistischem Italiener- und Afroamerikanerslang). Die unzähligen Furz-, Sex- und Slapstickwitzchen, die dem Zuschauer serviert werden, würde man so von Pubertierenden auf dem Schulhof erwarten, aber nicht von einem erwachsenen Filmemacher. Auch Bays enge Beziehung zum US-Militär ist vor allem in der letzten halben Stunde einmal mehr offensichtlich, in welcher der Film zu allem Übel auch noch zum peinlich offensichtlichen Army-Werbespot mutiert. Sogar die wunderschöne Megan Fox wird total verschenkt und bis auf einer Pflicht-Szene ebenfalls fast zur Statistin der Ach-und-Krach-Geschichte degradiert. Einzig Shia LaBoeuf kann in einigen Szenen sein schauspielerisches Talent zeigen, bis auch er wie alle anderen zum plappernden Beiwerk wird, das ratlos von einer zusammenhanglosen Szene zur nächsten hangelt.

Insgesamt enttäuscht der Film also auf ganzer Linie und ist eine Verschwendung der investierten Produktionsmillionen, auch wenn man diese in der Vernichtungsorgie durchaus sieht. Bay fühlte sich durch die direkte Roboter-Konkurrenz von Terminator 4 herausgefordert, er kann beruhigt sein, er hat es tatsächlich geschafft, diesen mit einem noch hirnloseren und anstrengenderen Machwerk zu übertrumpfen.

Zwei von Zehn Oldtimern können restauriert werden, der Rest bleibt Schrott.
29.6.09 20:10
 



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