cineasten

kostenloser Counter

Das Film-und Comic-Blog von
Moviesteve & Cineast

Zur Startseite tf2star trek star trek Watchmen Benjamin Button Burn After Reading Tropic Thunder Hellboy 2 I am Legend I am Legend Nebel beowulf3d beowulf von löwen und lämmern transformers gucha silver surfer gucha silver surfer gucha silver surfer silver surfer silver surfer gucha silver surfer gucha gucha silver surfer gucha silver surfer gucha silver surfer gucha


  Startseite
    Kino
    DVD & TV
    Short Cuts
    Filmübersicht
    Sneak Preview
    Daumenkino
    Kino für die Ohren
    Drei - Zwei - Eins - Countdown!
    Schau's-Aufgaben
    Alles drumherum
    Disclaimer
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    in-recensio
   
    hindi-film

    - mehr Freunde




  Links
   
   WSV Podcast RSS-Feed
   EMPIRE
   Ain't it cool
   Copyrightfreie Filme
   Kinotrailer
   Moviepilot
   widescreen avant*garde
   DVD VISION Forum
   Das Film-Duo
   Campusradio Jena
   Zach Braff
   Arno Boldt
   Brotbaecker
   
   DVD Narren
   Moviesteves Filmsammlung
   Filmsammlung des Cineasten




Filmmusik der Woche:

http://myblog.de/cineasten

Gratis bloggen bei
myblog.de





Kino-Review: Terminator - Die Erlösung


"Ich weiß nicht, irgendwie komme ich mit diesen neuen elektrischen Zahnbürsten einfach nicht klar..."

Für Science-Fiction-Filme dürfte es in Hollywood keine fruchtbarere Zeit gegeben haben als die Achtziger. Filme wie Blade Runner, Ghostbusters und so ziemlich alles von Stephen Spielberg setzten neue Maßstäbe. Auch das 1984 hatte seinen Genre-Hit in Form von Terminator. Die düstere Zeitreise-Geschichte holte im wahrsten Sinne des Wortes das eher abgehobene Sci-Fi-Genre in die harte Realität in Form des titelgebenenden Roboters und war die Initialzündung von gleich zwei beispiellosen Karrieren, nämlich von Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger und Regisseur James Cameron. Doch auch die Fortsetzung Anfang der Neunziger setzte neue Maßstäbe, sowohl was Actionfilme als auch was digitale Spezialeffekte anging. Es ist auch eines der wenigen Sequels, die tatsächlich noch besser sind als das Original. Die zweite Fortsetzung, ohne Cameron, war dagegen leider eher ein Reinfall, trotz erfreulich altmodischer Action und einem souveränen Arnie kurz vor der Gouverneurskarriere.

Nun also wird das alte Modell ein drittes Mal reaktiviert. Dabei kehrt die Franchise einerseits zu den Wurzeln zurück und andererseits wagt sie einen Neuanfang. Möglich macht das die von Natur aus zirkuläre Struktur der Terminator-Story, an dessen Anfang und Ende immer ein Mann steht: John Connor. In den bisherigen Filmen waren er (als Teenager und junger Mann) und seine Mutter Ziel der zeitreisenden Computerkiller, deren größter Feind Connor einmal werden soll. Terminator: Die Erlösung spielt jedoch erstmals vollständig in der postapokalyptischen Zukunft nach dem "Tag der Abrechnung". Connor wird dabei gespielt von Christian Bale, ein echter Casting-Glücksgriff. Dieser spielt aber eigentlich nur zweite Geige neben der eigentlichen Hauptfigur Markus Wright (Sam Worthington). Wright vermacht(e) in unserer Gegenwart seinen Körper im Todestrakt der Wissenschaft, nur um nach seiner Hinrichtung ohne Gedächtnis in der Zukunft zu erwachen. Das Schicksal beider Männer trifft sich natürlich und sie müssen sich entscheiden, ob sie miteinander oder gegeneinander arbeiten wollen. Und es wäre natürlich kein Terminator-Film, wenn nicht ständig Killerroboter hinter Connor her wären, dieses Mal auch in Form von Erntemaschinen, Motorrädern und den fliegenden "Hunter Killern", die schon aus den anderen Filmen bekannt sind.

Groß war das Protest-Geschrei, als ausgerechnet McG als Regisseur des neuen Films engagiert wurde. (Auch ich war skeptisch, wie Ihr hier lesen könnt). Zumindest in diesem Punkt können Fans der Franchise beruhigt sein. Auch wenn die visuelle Genialität Camerons weiterhin schmerzlich vermisst wird, so inszeniert McG seinen Terminator-Film immerhin routiniert und kann bisweilen sogar mit originellen Ideen begeistern. Das war dann aber auch schon das Einzige, was für den Film spricht. Wenn nämlich mal wieder eine der rasanten Actionszenen vorbei sind, und eine der Figuren den Mund aufmacht, könnte man denken, man schaut einen B-Movie im Nachtprogramm. Anscheinend ist mit der menschlichen Zivilisation auch die Fähigkeit zum zivilisierten Dialog abhanden gekommen, jedenfalls unterhalten sich sämtliche Charaktere nur mit Sätzen von maximal drei Worten, gern auch geschrieen oder gegrummelt. Weder das tragische Potential der neue Figur Markus Wright noch das moralische Dilemma von John Connor werden beleuchtet. Gegen die Nebenfiguren des Films wirken sie jedoch wie schillernde Persönlichkeiten, weder Wrights Gefährtin Blair (Moon Bloodgood) noch Connors Frau Kate (Bryce Dallas Howard) sind mehr als schmückendes Beiwerk. Zumindest einen Funken Sympathie kann Anton Yelchin als Kyle Reese wecken, allerdings durch schieres Talent eher als durch seinen Text.

Wer vorher Angst hatte, den Plot gespoilert zu bekommen, kann beruhigt sein. Es gibt sowieso kaum eine nennenswerte Geschichte und während eine Wendung der Handlung jedem nach fünf Minuten klar sein müsste, wurde eine andere aufgrund einer vorab im Internet veröffentlichten Drehbuchversion gleich ganz kastriert. Lediglich das Auftauchen einer bekannten Figur, wenn auch nur in digitaler Form, überrascht positiv und lässt zumindest für einige Minuten das alte Feeling der Originalfilme wieder zurückkehren. Denn genau das ist das größte Problem des Films, er fühlt sich einfach nicht wie ein Teil der Terminator-Reihe an. Stattdessen gibt es ein x-beliebiges Endzeitszenario mit Anleihen bei Mad Max, Krieg der Welten und Transformers. Das Endoskelett der Franchise ist zwar erkennbar, aber es fehlt das Fleisch der Handlung und vor allem ein menschliches Herz. Falls das die Zukunft der Reihe sein sollte, hoffe ich nur, Skynet übernimmt bald die Kontrolle und erlöst uns.

Vier von zehn Terminatoren müssen nicht von Cyberdyne Systems wegen technischen Mängeln zurück gerufen werden.
6.6.09 18:43
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung