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The Fountain


"Ihhhhh'm feeling so ree-heel!"

Das neue Werk von Pi-Regisseur Darren Aronofsky ist einer dieser Filme, bei denen es mir wirklich schwerfällt, meine Meinung in adäquate Worte zu packen. Nicht etwa, weil er so mies war, daß es mir förmlich die Sprache verschlagen hat. Nur ist dieser Film eben anders.
Auch wenn dieser Vergleich The Fountain absolut nicht gerecht wird, fühlte ich mich während der Vorstellung immer wieder an meine erste Begegnung mit Kubricks 2001 erinnert. Oder vielmehr dachte ich: 'So müssen die Kinogänger damals 2001 emfpunden haben.' Die Geschichte, die vom Jahre 1500 bis 2500 reicht (wobei das außer im Trailer nie so explizit gesagt wird), läßt sich nur schwer zusammenfassen. Die Kurzversion klänge in etwa so (leichte Spoiler!):
Ein Wissenschaftler versucht ein Heilmittel gegen Krebs zu finden, auf das Heftigste angespornt von der Tatsache, daß seine Frau durch einen Tumor dem Tode geweiht ist. Seine Frau dichtet aus diesem Kampf gegen die Krankheit gleichnishaft eine Geschichte vom Conquistador, der im Auftrag der spanischen Königin eine mystische Kraft entdecken soll. In der Zukunft sehen wir hingegen eine Art spirituellen Raumfaher, der ... ja, was eigentlich?
Und da zeigen sich die Unzulänglichkeiten der wörtlichen Schilderung dieses Filmerlebnisses. Ein solch knapper DVD-Hüllentext kann diesem Werk nicht gerecht werden. Auf diesen Film muß man sich einlassen.

Die Darsteller wissen absolut zu überzeugen. Hugh Jackman, der sich langsam aber sicher in die A-Liga emporkämpft (Van Helsing ist fast vergessen), trifft alle Facetten von Mut, Verzweiflung, Trauer, Ratlosigkeit und Hoffnung auf den Punkt. Rachel Weisz überzeugt als schöne Königin ebenso, wie als anmutig hilflose Sterbende. Ellen Burstyn rundet die Besetzung ab und gibt dem Film trotz eher weniger Szenen viel Glaubwürdigkeit.
Vom ersten Moment an fesselt die Handlung, obwohl man nie genau weiß, was jede Einzelheit bedeuten soll. Das Gezeigte fasziniert, ohne zu frustrieren. Hin und wieder schrammt die esoterische Ebene knapp an der Albernheit vorbei, z.B. wenn Jackman im buddha-gleichen Schneidersitz und mit kahlem Schädel durch den Raum schwebt. Vielleicht waren solche Momente der Grund, weshalb Brad Pitt nach langer Vorbereitung doch noch aus dem Projekt ausgestiegen ist. Insgesamt war ich von der unkonventionellen Umsetzung aber eher positiv angetan, als abgeschreckt.
Dies ist zum Großteil auch der gelungenen Filmmusik zu verdanken. Ich kann den Score einfach nur mit dem Adjektiv "stark" beschreiben, denn er schafft zusammen mit der teilweise traumartigen Optik eine dichte Atmosphäre, die einen regelrecht einnimmt. Allerdings verlangt Aronofsky ein gewisses Grundinteresse und den Willen, sich auf Manches einen eigenen Reim zu machen. Das ist dann auch das Kubricksche an dem Streifen. Und dennoch ist The Fountain um ein vieles moderner und etwas ganz Eigenständiges.

Es wird sicher (viele?) Leute geben, die diesen Film nicht mögen werden. Voller Unverständnis werden sie womöglich den Saal vorzeitig verlassen oder noch lange über das Gesehene meckern (so wie einige Gäste der Sneak-Preview, welche ich besucht hatte). Alle Cineasten aber, die sich mal wieder überraschen lassen wollen und die die visuelle Bandbreite und suggestiv-emotionale Kraft des Kinos erleben möchten, sind hier genau richtig. Die Engländer nennen sowas "thought provoking" - genau das ist The Fountain, im positivsten Sinne.

Mir hat der Film jedenfalls große Vorfreude auf die neue Welle etwas "anderer" Filme gemacht. Die anspruchsvolle Schiene innerhalb Hollywoods wartet bald mit Gilliams Tideland und Pan's Labyrinth von del Toro oder auch dem neuen David-Fincher-Film Zodiac auf. Wenn diese annähernd die Klasse von Fountain erreichen, dürfen wir guter Hoffnung sein für das kommende Kinojahr.

Für diesen Hoffnungsschimmer explodieren achteinhalb von 10 Sternen.
8.12.06 04:17
 



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