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Wild X-Mas


"Noch ist es nicht zu spät! Wir können den fetten Blödmann einfach hier sitzen lassen und beide in nem guten Film mitspielen!"

Das Schlimmste was man über eine weihnachtliche Komödie sagen kann, ist wahrscheinlich, daß sie keine Spur weihnachtlich und noch viel weniger lustig ist. Und damit könnte ich diese Filmrezension im Grunde schon wieder beenden, denn das ist bereits die perfekte Zusammenfassung von Wild X-Mas, dem neuen Film von - wie es in der Werbung so schön heißt - dem "Erfolgsproduzenten" von American Pie. Dazu noch ein energisches "Nicht ansehen!!!" und Ihr wißt im Grunde alles, was Ihr wissen müßt.
Da das dann aber doch etwas mager für nen Eintrag wäre und wir Cineasten irgendwie auch masochistisch veranlagt sind, nun noch einige Einzelheiten.

Ich hatte ja immer irgendwie geahnt, daß Eiskalte Engel nur ein "One-Hit-Wonder" war. Wie tief Regisseur Roger Kumble aber wirklich sinken könnte, hatte ich mir nie ausgemalt. Auch wenn es wirklich noch schlechtere Filme gibt - eine Tatsache, von der ich meine Kinobegleiter nicht wirklich zu überzeugen vermochte - ist dieser Streifen einfach so unnötig wie Paris Hiltons Anwesenheit bei der Nobelpreisverleihung. Das bringt uns auch schon zu der einen guten Sache an dem Film. Anna Faris legt in ihren ersten Leinwandminuten eine nette Paris-Britney-und-Co.-Parodie hin, die einen hämisch grinsen läßt. Leider wird diese, fast könnte man schon sagen "medienkritische", Ausrichtung nach weniger als zweieinhalb Minuten wieder komplett verworfen. Ab hier ist die Figur nur noch x-beliebiges Standardblondchen, das man anderswo schon lustiger gesehen hat. Damit paßt der Charakter aber wunderbar in die Handlung, denn auch die ist ein einziges Klischee. Gleich wenn nach der Einblendung der Orts- und Zeitangabe, "New Jersey 1995", die Ausgangssituation aufgebaut wird (dicker Highschool-Loser liebt seine beste Freundin sie sieht ihn aber nur als Kumpel, Originaltitel: Just Friends), weiß man, wie das Ganze ausgehen wird. Natürlich wird der Fette nach der Schule zum Model-Typ und (Frauen-)Abräumer. Natürlich werden es die Vorzeige-Footballer zu nichts bringen. Natürlich wird der Protagonist bemerken müssen, daß trotz allem die inneren Werte zählen (und dennoch muß er schön schlank sein, bevor er die Frau bekommt) und natürlich bekommt er die Frau letztlich. Ooops, war das ein Spoiler? Hier nicht, glaubt mir.

Wieso das Ganze ausgerechnet Weihnachten spielen muß, wieso übertriebene Slapstick-Gewalt und unglaubwürdige Pannen eingebaut wurden oder wieso der einzige wirklich witzige Spruch nur ein halblauter Nebenkommentar eines Bar-Rausschmeißers ist (nachdem dieser die Hauptfigur Chris aus der Bar geschmissen hat, sagt er: "Und bleib draußen! (kleinlaut: ) Das wollte ich schon immer mal sagen." - witziger wird es nicht!), wissen wohl nur die Reißbrett-Autoren, die hier eifrig von anderen Teen-Comedys abgeschrieben habe. Schlecht abgeschrieben, denn alle Figuren bleiben blass und ihr Schicksal interessiert einen nie wirklich. Die Darsteller versuchen zwar das Beste aus dem Material und ihren wechselhaften Fähigkeiten zu machen (Amy Smart sieht immerhin süß aus und Ryan Reynolds kuckt wenigstens ab und zu komisch), aber es nützt alles nichts. Keine Szene überzeugt wirklich, immer fehlt irgendwie was (vor allem GAGS!).
Auch wenn ich persönlich dem Film zugute halte, daß er komplett auf Flatulenz-, Exkrement- und sonstige Körperflüssigkeits-Witzchen verzichtet, hätte eine mutige Auslotung der guten Geschmacksgrenzen wenigstens die Zielgruppe klar definiert. Kinogänger wie ich, hätten dann echte Aufreger gehabt (in der Rezension hieße es dann vielleicht: "So ein widerwärtiger spätpubertärer Mist!") und Farrelly-Freunde sowie Jackass-Lober hätten vielleicht sogar Spaß dran gefunden ("Cool, es geht noch abartiger! Hö hö!"). Hier weiß man hingegen nicht, warum überhaupt Zeit für die Verfilmung verschwendet wurde, vom Geld ganz zu schweigen (so viel kann's andererseits nicht gewesen sein, das Fett-Makeup ist sowas von schlecht...). Der Film dümpelt belanglos vor sich hin, man lacht vielleicht zwei Mal. Und dann kommt der Abspann. Dabei ist dann die Popsong-Parodie "Forgiveness" noch mal ein kleines Schmunzeln wert (nachdem man die platte Karaoke-Nummer zu "I Swear" nochmal komplett über sich ergehen lassen mußte - was sie nicht witziger macht), aber das entschädigt nicht annähernd für die unnützen 90 Minuten davor.
Es lohnt nicht, noch extra auf das schlechte Timing, fehlende Höhepunkte und den stümperhaften Einsatz von schlecht nachgespielten Klassik-Melodien (die entsprechenden Originalstücke haben viele Vorbilder schon tausendmal sehr viel geschickter in Slapstick-Momente eingebunden) einzugehen.

Merke: Ein Film, in dem ohne jeden Bezug vier Mal Sternsinger durchs Bild geschickt werden müssen, damit man überhaupt merkt, daß das hier ein Weihnachtsfilm sein soll, ist sein Ticket-Geld nicht wert. Und das verwüsten von weihnachtlichen Dekos können die Griswolds auch besser.

Wegen der besagten noch mieseren Filme (Sieben Monde, falls das jemandem was sagt...) gibt's gerade so noch zweieinhalb von zehn lieblos hingeschluderten Geschenken.
8.12.06 03:09
 



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