cineasten

kostenloser Counter

Das Film-und Comic-Blog von
Moviesteve & Cineast

Zur Startseite tf2star trek star trek Watchmen Benjamin Button Burn After Reading Tropic Thunder Hellboy 2 I am Legend I am Legend Nebel beowulf3d beowulf von löwen und lämmern transformers gucha silver surfer gucha silver surfer gucha silver surfer silver surfer silver surfer gucha silver surfer gucha gucha silver surfer gucha silver surfer gucha silver surfer gucha


  Startseite
    Kino
    DVD & TV
    Short Cuts
    Filmübersicht
    Sneak Preview
    Daumenkino
    Kino für die Ohren
    Drei - Zwei - Eins - Countdown!
    Schau's-Aufgaben
    Alles drumherum
    Disclaimer
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    in-recensio
   
    hindi-film

    willtippin
    - mehr Freunde




  Links
   
   WSV Podcast RSS-Feed
   EMPIRE
   Ain't it cool
   Copyrightfreie Filme
   Kinotrailer
   Moviepilot
   widescreen avant*garde
   DVD VISION Forum
   Das Film-Duo
   Campusradio Jena
   Zach Braff
   Arno Boldt
   Brotbaecker
   
   DVD Narren
   Moviesteves Filmsammlung
   Filmsammlung des Cineasten




Filmmusik der Woche:

http://myblog.de/cineasten

Gratis bloggen bei
myblog.de



Ghost in the Shell 2 Innocence


Der Gag mit dem Bauchrednerhund kam immer gut.

Diejenigen unter euch, die etwas mit dem Begriff „Anime“ anfangen können, für die wird Ghost in the Shell zumindest vom Namen her bekannt sein. Für den Rest sei nur soviel gesagt, das Ghost in the Shell (GITS) 2 die Fortsetzung von einem der wohl bekanntesten und erfolgreichsten japanischen Animationsfilme ist (Diese Art Film wird „Anime“ genannt). GITS 2 Innocence hat demzufolge einen hohen Standard zu erfüllen, um an den ersten Teil anzuknüpfen, sowohl was Story, als auch was Optik betrifft.

Im Vorgänger von GITS 2 ging es um die Cyborgpolizistin Major Motoko Kusanagi und ihrem Partner Batô von der Spezialeinheit Sektion 9. Aufgrund der Ereignisse im ersten Teil muss der stoische Batô nun ohne den Major auskommen. Stattdessen wird ihm der überwiegend menschliche Togusa zur Seite gestellt, der ebenfalls schon im vorhergehenden Film vorkam. Schon an dieser Beschreibung kann man sehen, dass der Zuschauer ohne Vorwissen aus dem ersten Teil auf verlorenem Posten ist, wenn er der ohnehin komplizierten Story folgen will. In GITS 2 ermitteln Batô und Togusa in einem Fall um eine Reihe von brutalen Morden, die von durchdrehenden Sexrobotern verübt werden, die sich jedes Mal danach selbst zerstören.

Der Film beginnt vielversprechend, obwohl die Idee der psychopatischen Roboter doch sehr an den „Puppetmaster“ aus dem ersten Teil erinnert. Oder an I, Robot. Oder an Frankenstein. Wie dem auch sei, auch wenn man vieles in dem Film nicht versteht (zumindest nicht beim ersten Sehen), so entschädigt die Optik des Film doch für viele Ungereimtheiten. Unter anderem wird eine fünfminütige Straßenparade gezeigt, deren Effektopulenz und Detailverliebtheit mit jeder Hollywoodproduktion mindestens mithalten kann. Leider kann GITS 2 bei der Story nicht punkten. So wechseln sich bombastische CG-Szenen, in denen die beiden Protagonisten bestenfalls als kleine Figuren im Hintergrund teilnehmen, mit Szenen ab, in denen Batô und Togusa irgendwelche Tatorte untersuchen. Statt letztere zu nutzen, um die Story mit Hinweisen vorwärts zu treiben oder wenigstens die Figuren näher zu beleuchten, werden sie meist dazu verwendet, philosophische Gespräche zu führen. Wenn Togusa und vor allem der eigentlich eher schlicht gestrickte Batô plötzlich mit Konfuzius, der Bibel, Milton oder Descartes anfangen, passt das erstens nicht zu den Figuren (schon mal aus heiterem Himmel Existentialisten wortgenau zitiert?) und zweitens fühlt man sich plötzlich in den wahrscheinlich aufwendigsten Philosophie-Fernkurs der Welt versetzt. Während Ghost in the Shell und auch andere anspruchsvolle SciFi-Filme wie z.B. Matrix oder Blade Runner das Gleichgewicht zwischen philosophischen Fragen und der eigentlichen Geschichte bewahren, gerät Innocence mehr als einmal in eine ziemliche Schieflage. Dementsprechend passiert der Großteil der eigentlichen Detektivarbeit Off-Screen und wird im nachhinein zusammen gefasst. Nur ein einziges Indiz findet Batô selbst. Dafür findet er genügend Gelegenheiten, irgend etwas zu zerschiessen. Wenn er nicht damit beschäftigt ist, über Sein und Nicht-Sein nachzudenken.

Wenn nicht die unglaublich schönen Bilder wären, könnte man auf Ghost in the Shell 2 Innocence getrost verzichten und sich lieber die Manga-Comics durchlesen oder die GITS Serie Stand Alone Complex anschauen. So aber bekommt man immerhin reichlich Futter für die Augen geboten und vielleicht wird sogar Lust auf anspruchsvolle Literatur geweckt. Eine logische Story oder ausgereifte Charaktere darf man aber nicht erwarten. Zumindest Hundefans kommen auf ihre Kosten. Die sympathischste Figur des Films ist nämlich mit Abstand Batôs Basset Hound.

Von mir bekommt der Film 五 (go) von 十 (ju) japanischen Punkten. [ 5 von 10 ]
23.7.06 12:28
 
Letzte Einträge: Heimatschutz, Prison Remake, Too soon, in a galaxy far far away..., Fishclip, (Keine) fantastischen Weihnachten, Bedauerlich



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung