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Review: Der seltsame Fall des Benjamin Button

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes

"Wo will der Alte eigentlich hin?" " Keine Ahnung, er brabbelte irgendwas von 'Lucas entkommen'."

Egal ob arm und reich, ob Mann oder Frau, jeder Mensch durchlebt im Grunde dasselbe Leben. Man wird geboren, wächst heran, wird schließlich alt und stirbt. Nicht so Benjamin Button (Brad Pitt). Er wird kurz nach dem ersten Weltkrieg geboren, weist aber alle Symptome von fortgeschrittener Vergreisung auf. Von dem verschrumpelten Monster entsetzt, setzt sein leiblicher Vater es ironischerweise vor den Stufen eines Altersheims aus. Dort wächst er inmitten von Greisen heran, wird daher einfach für einen der Insassen gehalten und ist sich seiner Besonderheit zunächst kaum bewusst. Benjamin altert nämlich rückwärts, er wird immer jünger, je länger er lebt. Bald schon merkt er, dass er ganz anders ist als andere Menschen. So richtig wird es ihm klar, als er das Mädchen Daisy kennen lernt. Was eine prepubertäre Romanze zwischen zwei Kindern hätte werden können, wird schnell durch den vermeintlichen Altersunterschied zerstört. Doch im Laufe seines Lebens soll er Daisy, als Erwachsene von Cate Blanchett gespielt, immer wieder begegnen. Und so ist sie es auch, die auf ihrem Totenbett liegend, sich sein Tagebuch von ihrer Tochter (Julia Ormond) vorlesen lässt.

Die Geschichte der Verfilmung einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald umspannt selbst bereits ein Menschenleben. Seit den Vierzigern versucht Hollywood bereits die Groteske um einen rückwärts alternden Menschen für die Leinwand zu adaptieren. Im Laufe der Zeit sollten bereits Steven Spielberg, Ron Howard und Spike Jonze das Projekt realisieren. Schließlich landete es jedoch auf dem Tisch von David Fincher. Zusammen mit Drehbuchautor Eric Roth wurde daraus eine elegische Lebensgeschichte und gleichzeitig eine philosophische Reflektion über das Leben und das Sterben. Eigentlich kann man froh sein, dass Benjamin Button jetzt erst umgesetzt wurde, denn dank der digitalen Tricktechnik gelingt die digitale Vergreisung und anschließende Verjüngung von Pitt und den anderen Schauspielern fast makellos. Trotzdem verkommt der Film nicht zur reinen Effekt-Show, sondern erzählt vor allem in grandios gefilmten Bildern von einem ungewöhnlichen Leben. Dieses ist wie jedes Leben mal traurig, mal lustig und mal spannend, und wie jedes Leben wie kein anderes. Brad Pitt und vor allem Cate Blanchett beweisen dabei erneut, dass sie zu Recht zur A-Liga Hollywoods gehören und zeigen bewegende Emotionen auch durch dicke Latexschichten. Regisseur Fincher nimmt sich wie schon bei Zodiac mit extravaganten Inszenierungsideen zurück und lässt dafür lieber das Spiel der Akteure wirken. Aber es wäre auch kein echter Fincher-Film, wenn es nicht doch immer wieder verblüffend originelle optische Ideen zu sehen gäbe.

Ein zu recht mit 13 Oscars nominiertes Meisterwerk also, das über alle Kritik erhaben ist? Nicht ganz. So merkt man der Geschichte an, dass sie nicht genug Substanz für einen überlangen Film bietet. Deswegen wird Buttons Geschichte immer wieder durch Nebenhandlungen über die Menschen, denen er während seines Lebens begegnet, gestreckt. Das funktioniert manchmal sehr gut, in einigen Fällen merkt man jedoch, dass es sich um Füllmaterial handelt und mitunter werden diese Seitenstränge auch wenig überzeugend oder überhaupt nicht aufgelöst. Hinzu kommt, dass Buttons Leben bei allen Turbulenzen echte Spannung vermissen lässt. So sind die einzelnen Stationen seines Lebens meist ziemlich vorhersehbar, über weite Teile des Films stellt sich daher eine gepflegte Langeweile ein. Vielleicht liegt es daran, dass man dank Filmen wie Forrest Gump, dessen Autor auch dieses Drehbuch schrieb, mit den Grundmustern solcher Lebensgeschichten-Filme bereits zu sehr vertraut ist. Schließlich wirkt auch die Rahmenhandlung um die im Sterben liegende Daisy zu konstruiert und letzten Endes ziemlich überflüssig.

Trotz dieser Kritikpunkte ist Der seltsame Fall des Benjamin Button jedoch immer noch ein großartig inszenierter, fantastisch gespielter und emotional tief bewegender Film mit einer originellen Grundidee, der den Gang ins Kino für Filmfans jedes Alters lohnt.

Sechs von sieben Mal trifft der Blitz sein ahnungsloses Ziel.
30.1.09 12:49
 



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