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Review: Burn after Reading

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes

"Hmmm. Doch, Angie-Maus, fühlt sich wirklich wie dein Nippel an."

Wenn ihr mal eine Komödie sehen wollt, in der ziemlich genau eine Hälfte des Kinos den ganzen Film über nicht einmal ein Zucken im Mundwinkel verspürt und dafür aber das restliche Publikum in den Kinosesseln liegt vor Lachen, dann seid ihr bei dem neuesten Streifen der Coen-Brüder genau richtig. Nachdem sie in No Country for Old Men auf eher finsteren Pfaden wandelten, was ihnen auch prompt den begehrtesten Goldjungen Hollywoods einbrachte, besinnen sie sich mit ihrem neuesten Streich wieder auf das Metier, was sie berühmt gemacht hat, nämlich schräge Komödien.

Und Schräges gibt es in Burn after Reading nun wirklich zur Genüge. Da wäre zuerst einmal der cholerische CIA-Agent Osborne Cox (John Malkovich), der auf eine Zwangsversetzung aufgrund seines Alkoholkonsums wutentbrannt mit Kündigung reagiert. Dies findet seine Frau Katie (Tilda Swinton) überhaupt nicht komisch, aber sie wollte sich ja eh von ihrem Mann trennen, um endlich mit dem leicht paranoiden Ex-Bodyguard Harry Pfarrer (George Clooney) zusammen sein zu können. Unglücklich ist auch die Fitnesscenter-Angestellte Linda Litzke (Frances McDormand), die mit Schönheits-OPs und Internet Dating ihre Einsamkeit beenden will. Ihr fällt eines schönen Tages eine CD in die Hände, die Cox’ Versuch enthält, seine Memoiren zu verfassen. Doch Linda und ihr minderbemittelter Kollege Chad (Brad Pitt) halten den Inhalt der Scheibe für hochbrisante Geheimdienstinformationen und beschließen, Cox zu erpressen. Ihre offensichtlich durch schlechte Agenten-Filme inspirierte Erpressung geht natürlich nach hinten los und endet in einem skurrilen Chaos, dass die Cox observierenden echten Agenten, unter ihnen sein ehemaliger Vorgesetzter (David Rasche), nur mit einem perplexen Kopfschütteln zu Kenntnis nehmen können.

Am Anfang des Films könnte der Zuschauer noch denken, es folge ein Drama. Durchaus sensibel werden die Figuren eingeführt, die alle unter mindestens einer Neurose zu leiden scheinen. Nimmt die Handlung dann aber endlich Fahrt auf, häuft sich eine absurde Situation auf die nächste, bis man angesichts der Kapriolen sämtlicher Protagonisten nur noch lachen kann. Dass diese groteske Farce, die ganz nebenbei Klischees von Bourne und co. durch den Kakao zieht, sich nicht aufgrund ihrer seltsamen Erzählstruktur selbst erschießt, ist vor allem den brillanten Darstellern zu verdanken. Diese verstehen es, jeder ihrer völlig absurden Rollen eine realistische Dimension zu entlocken. Das die Coens das Drehbuch mit eben jenen Schauspielern im Kopf geschrieben haben, dürfte auch nicht geschadet haben. Inmitten von witzigen Figuren stiehlt aber vor allem Brad Pitt allen die Show. Seine Darstellung des völlig doofen Fitness-Trainers zeigt einmal mehr, warum er zu den besten Schauspielern seiner Generation gehört. Ein großes Lob muss aber auch an Pitts deutsche Synchronstimme Tobias Meister gehen, der es schafft, das Timing von Pitts großartig schwachsinnigen Dialogen perfekt zu treffen.

Die Tatsache, dass das Ende sehr abrupt kommt, sowie der Fakt, dass sogar tragische Todesfälle bei den Coens zum Totlachen sind, sollte keinen Kenner ihrer Filme überraschen. Diese dürften in dem Film auf jeden Fall ihren nächsten Big Lebowski gefunden haben. Wenn man überhaupt etwas an dem Film kritisieren kann, dann, dass wirklich keine der Figuren wirklich sympathisch sind. Dafür sind sie zu kaputt, zu egoistisch oder schlicht zu doof. So ist der Film weniger eine Auseinandersetzung mit ernst zu nehmenden Figuren, wie der Anfang noch vermuten lässt, sondern letzten Endes wirklich nur ein völlig sinnfreier Reigen von urkomischen Arschgeigen.

Meiner Meinung nach passt auf die CD 700 von 750 MB Speicherkapazität.
15.10.08 19:23
 



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