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Review: Hellboy - Die Goldene Armee

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes

"Was ich in meinem Leben anders gemacht hätte? Ich hätte meine Ektobrillen niemals beim Fühlermann gekauft!"

Eisen, Dunkelheit und jetzt Feuer. In der dritten Big Budget Comic-Verfilmung in diesem Jahr gibt es ein Wiedersehen mit Hellboy, einem der wahrscheinlich skurrilsten Superhelden, die es bisher auf die Leinwand geschafft haben. Der erste Film erzählte bereits die Vorgeschichte des höllischen Helden: Als Baby während des Zweiten Weltkrieges aus einem Tor zum Inferno entkommen, wurde der rothäutige, mit Hörnern, einem Schwanz und einer steinernen, beweglichen Hand ausgestatteten Junge von amerikanischen Streitkräften und insbesondere von dem Okkult-Experten Trevor Bruttenholm (John Hurt) adoptiert. Noch vor den Ereignissen in Teil eins gibt es ein Wiedersehen mit dem Gelehrten und Ersatzvater für das auf den Namen „Hellboy“ getaufte Wesen. Digital verjüngt wieder von John Hurt verkörpert, liest der Professor dem Jungen die Sage von der unbesiegbaren Goldenen Armee vor, die in grauer Vorzeit für die magischen Geschöpfe in einen Krieg gegen die Menschheit zog.

Marmor, Stein und Eisen bricht

Mit einem Sprung in die Jetztzeit knüpft die Handlung an den ersten Teil an. Wer diesen noch nicht gesehen hat, sollte jetzt vielleicht nicht weiter lesen. Hellboy (Ron Perlman) lebt inzwischen mit der Pyrokinetikerin Liz Sherman (Selma Blair) im B.P.R.D. (Bureau for Paranormal Research and Defense) zusammen. Doch die Beziehung leidet gerade unter feurigen Streits der Liebenden, die sich über alltägliche Probleme wie den fehlenden Ordnungssinn des großen Roten streiten. Doch schon bald müssen sich die zwei zusammenraufen, denn der rachsüchtige Prinz Nuada (Luke Goss) strebt danach, die Goldene Armee aus ihrem Jahrhunderte währenden Schlaf zu erwecken und die Menschheit zu vernichten. Zusammen mit dem amphibischen Abe Sapien (Doug Jones) stellen sie sich dem Elfenprinz entgegen. Hilfe erhalten sie dabei von Nuadas Zwillingsschwester Nuala (Anna Walton), welche den Hass ihres Bruders nicht teilt. Besonders Abe entwickelt eine Faszination für die schöne Prinzessin, das schon bald weit über sein übliches akademisches Interesse hinausgeht. Als Hellboy einmal mehr die Protokolle des B.P.R.D ignoriert, wird ihm von seinem Vorgesetzen Tom Manning (herrlich schräg: Jeffrey Tambor) außerdem als neues Team-Mitglied der Deutsche Johann Krauss (Stimme im Original: Family Guy-Erfinder und –Sprecher Seth McFarlane) zur Seite gestellt. Dieser ist ein penibler Ordnungsfanatiker und mehr als nur ein bisschen aufgeblasen. Kein Wunder, ist er doch nichts weiter als ein gasförmiger Geist in einem Anzug, der wie eine Mischung aus Spiderman-Gegner Mysterio und einem Big Daddy aus dem Spiel Bioshock wirkt.

El Labarinto del Toro
© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes

"Wenigstens kann er Brillen tragen! Ich muss dagegen ein Vermögen für Kontaktlinsen ausgeben!"

Wie schon beim ersten Film übernahm der Mexikaner Guillermo del Toro die Regie und schrieb das Drehbuch in enger Zusammenarbeit mit dem Autor und Zeichner des Original-Comics Mike Mignola. Während der erste Film unter dem vergleichsweise schmalen Budget und dem sichtbaren Einfluss des Studios leidet, kann sich del Toro nach dem Kritiker-Erfolg Pans Labyrinth dank eines höheren Budgets beim zweiten Teil sichtlich mehr austoben. Dabei schafft er es, die künstlerische Komponente seiner nicht-kommerziellen Filme mit der Comic-Ästhetik der Vorlage noch besser zu vereinen als in Teil eins. Allein die visuelle Darstellung der Geschichte von der Goldenen Armee ist in seiner Originalität und gleichzeitigen Einfachheit genial. Danach regiert allerdings visueller Bombast, wie man ihn nur selten zuvor gesehen hat. Bestes Beispiel ist eine Szene auf dem Trollmarkt: eine geradezu unglaubliche Menge skurril designter und häufig mit praktischen Effekten realisierter Kreaturen wimmeln über die Leinwand, so dass diese Passage allein schon den Kino-Eintritt lohnt. Darüber hinaus überzeugt der Film jedoch auch auf der Ebene der Story. Während im ersten Film um untote Nazis und Rasputin die eher dem Pulp-Genre entlehnten Elemente der Vorlage benutzt wurden, spielt die Fortsetzung in einem Genre, in dem sich del Toro sichtlich zu Hause fühlt: der Fantasy. Dabei wird der Konflikt zwischen der magischen und der menschlichen Welt facettenreich dargestellt, so dass man an die Romane von Neil Gaiman (Der Sternwanderer) erinnert wird. Tatsächlich ist es schwieriger, die Figuren des Films in ein klares Schwarz-Weiß-Schema zu pressen als in Teil eins. Außerdem wird die Beziehung zwischen Liz und Hellboy mit einem für das fantastische Umfeld erstaunlichen Realismus in Szene gesetzt. Erfreulich ist auch, dass die Figur des Abe, der erneut fantastisch von Doug Jones verkörpert wird, eine deutlich größere Rolle spielt als im Vorgänger. Und obwohl Johann Krauss vor allem als verbaler Punching Ball für Hellboys schlechte Laune herhalten muss, so hat er dennoch mindestens eine Szene, die zeigt, dass er mehr ist als nur ein wandelndes Deutschen-Klischee. Darüber hinaus sorgen wie schon im ersten Teil die coolen Sprüche und die unbeholfene Hau-Drauf-Philosophie Hellboys für so manchen Schmunzler und einige echte Lacher.

Wenn Elfen nicht helfen

Auf der anderen Seite schlägt sich die größere Gewichtung der B.P.R.D.-Mitglieder jedoch auch negativ auf die Charakterisierung ihrer Gegner nieder. War Rasputin noch eine echte, charismatische Bedrohung, wirkt Prinz Nuada im wahrsten Sinne des Wortes blass, trotz einer sehr guten Schauspielleistung durch Luke Goss. Doch auch dieser kann nicht darüber hinweg täuschen, dass gerade mit Hinblick auf die überbordende Pracht anderer Kreaturen die bösen Elfen in diesem Film wirken wie eine Kreuzung aus den Blade-Vampiren und dem Morlock-Anführer des Remake von Die Zeitmaschine. Auch sein Oger-Handlanger Mr. Wink wirkt eher wie eine böse Version Hellboys und löst in einigen Szenen Bane-in-Batman-und-Robin-Assoziationen aus. Schließlich kann man sich trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen optisch beeindruckenden Szenen des Eindrucks nicht erwehren, dass die Handlung sich eher episodisch als wirklich zusammen hängend vorwärts bewegt. Diese Kritikpunkte verblasst jedoch vor dem Gesamteindruck des Films, der in fast allen Bereichen eine deutliche Verbesserung zum bereits sehr guten ersten Teils erkennen lässt. Del Toro beweist erneut, dass er zu den vielsprechendsten Regisseuren der Neuzeit gehört, so dass man auf seine Hobbit-Verfilmung wirklich gespannt sein kann. Für ein drittes Abenteuer Hellboys allerdings sieht es leider im Moment eher schlecht aus, denn der rote Riese musste sich an der amerikanischen Box Office gegen den dunklen Rächer geschlagen geben, der nur zwei Wochen später startete. So kann man nur auf ähnlich fantastische DVD-Verkaufszahlen wie beim ersten Teil hoffen, die einen Abschluss der von del Toro und Mignola angedachten Trilogie (vor allem eine Szene deutet eine weitere Fortsetzung an) möglich machen könnte. Sollte es del Toro erneut gelingen, sich selbst zu übertreffen, dann könnte dieser durchaus der nächste Dark Knight werden. Mein Fazit des zweiten Teils lautet derweil:

67 mal 67 von 70 mal 70 Mitgliedern der Armee sind aus purem Gold.
3.9.08 19:59
 



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