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Review: I am Legend

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes

"Bitte, Will, nur einmal, sing das Lied! Ich mache auch mit, pass auf: we are the Men in Black, uh ah, galaxy defenders…"

Ich mag Weltuntergänge. Also natürlich fände ich es genauso furchtbar wie jeder normale Mensch, wenn jetzt tatsächlich die Welt zu ihrem Ende kommen würde. (Etwas, das gar nicht so unwahrscheinlich ist, wie man allgemein denkt.) Was ich aber eigentlich meine, ist die Tatsache, dass ich die künstlerische Auseinandersetzung mit der Apokalypse schon immer sehr interessant fand. So ist The Stand einer meiner Lieblingsromane von Stephen King und dasjenige Buch von ihm, das ich am häufigsten gelesen habe. Ich mag auch filmische Versionen der Geschichte des letzten Überlebenden, wie ihr ja bereits hier nachlesen konntet. Trotz der offensichtlichen Mankos wie etwa der grässlich fehlbesetze Charlton Heston (Colt möge seiner Seele gnädig sein) oder das schwache Ende mag ich auch irgendwie Der Omega Mann. Dieser beruht auf dem sehr lesenswerten Horrorroman von Richard Matheson, der auch den bereits erwähnten King zu seinen Fans zählt. Die nunmehr dritte Verfilmung des Stoffes rotierte bereits eine ganze Weile in der Entwicklungshölle Hollywoods und interessierte bereits so illustre Gestalten wie Arnold Schwarzenegger und Ridley Scott. Nun wurde es endlich realisiert, mit dem Originaltitel des Buches und Will Smith.


Regie führte dabei Francis Lawrence, der bereits mit Constantine ein Händchen für optisch brilliante Horror-Action bewies. Dementsprechend kann man Eines dem Film nicht absprechen: er sieht verdammt gut aus. Die Story folgt allerdings eher der Heston-Version als dem Buch. Hier wie dort ist der Protagonist Robert Neville bereits ein Virologe, bevor die tödliche Seuche den Planeten entvölkert. War es in Zeiten des Kalten Krieges noch eine biologische Waffe, so mutiert in der Version für das 21te Jahrhundert ein Heilmittel gegen Krebs. Ein Seitenhieb gegen die Stammzellenforschung? Wer weiß. So oder so, das Ergebnis ist dasselbe. Robert Neville ist der letzte Mensch auf Erden. Er ist aber nicht allein. Auf der einen Seite leistet ihm seine Schäferhündin Gesellschaft, auf der anderen Seite gibt es tödliche Wesen, die des Nachts aus ihren Behausungen kriechen, um zu jagen. Die erste Hälfte des Films beschäftigt sich in erstaunlich ruhigen Bildern mit der Einsamkeit Nevilles und seinem verzweifelten Versuch, nicht den Verstand zu verlieren. Will Smith beweist einmal mehr, dass er nicht nur als Action-Star, sondern auch als Charaktermime überzeugen kann. Die Bilder des verlassenen New York haben auch eine gruselig-eindringliche Wirkung, auch wenn der Schocker 28 Days Later dieses Motiv bereits vorweg nahm.

Leider fällt nach dem vielversprechenden Anfang mit dem Auftauchen der nachtschwärmenden Wesen der Film in die inhaltliche Finsternis. Dabei ist das „was“ gar nicht einmal so entscheidend, sondern das „wie“. Offensichtlich hat der Erreger sich nämlich bei seiner Mutation mit einem Computervirus vermischt. Jedenfalls sind die „Darkseeker“, mutierte Überbleibsel der Menschheit, neben Lichtscheu, Haarlosigkeit und Dummheit auch noch damit bestraft, schlecht animierte CGI-Wesen zu werden. Dies hat einen ähnlichen Effekt wie mechanische Monster in der Geisterbahn. Wir merken sofort, dass es sich nicht um echte Lebewesen handelt, die Monster verlieren dadurch an Gruseligkeit. Ein entsprechend geschminkter Schauspieler hingegen kann uns immer noch einen Schauer über den Rücken jagen. Dabei will ich nicht Computer-Effekte per se verdammen. Wenn man sie geschickt mit praktischen und Make-Up-Effekten vermischt, können erstaunliche Geschöpfe das Ergebnis sein. Nur erscheint das ausschließliche Verwenden von CGI im Fall von I am Legend wie reine Faulheit, da man sich nicht wirklich in Unkosten stürzen würde, würde man Statisten zu haarlosen Zombies machen.

Trotzdem gewöhnt kann man sich relativ schnell an die Computer-Wesen, auch wenn die sorgfältig aufgebaute, durchaus realistische Atmosphäre leider futsch ist. Dummerweise degeneriert die Story in der zweiten Hälfte noch schneller als eines der infizierten Virenopfer. Die in Rückblenden erzählte Vorgeschichte Nevilles hat letzten Endes keinerlei wirkliche Bedeutung für die weitere Handlung und lässt auch seltsam kalt. Das ist aber noch gar nichts gegen das große Finale des Films, welches eigentlich nur noch aus Explosionen und Actioneinlagen von Will Smith besteht. Als dann schließlich auch noch in letzter Minute eine religiöse Botschaft mit dem Vorschlaghammer aus dem Nichts auf den Zuschauer niedersaust, ist man sich sicher, dass man als letzter Überlebender der Menschheit diesen Film überspringen wird, wenn man aus Langeweile den gesamten Bestand der Videothek um die Ecke anschaut.

Dank des atmosphärischen Anfangs und des einmal mehr fantastisch agierenden Hauptdarstellers überleben immerhin noch 5 von 10 Laborratten die Infizierung mit dem Virus.

Nachtrag: Das alternative Ende

Hier kann man sich noch einmal das Finale anschauen, das ursprünglich für den Film geplant gewesen war. Das es für den Film selbst einen großen SPOILER darstellt, sollte eigentlich klar sein:



Nicht nur ist dieses Ende näher an der Vorlage, sondern es macht im Kontext des Filmes betrachtet auch viel mehr Sinn, bzw. einige Elemente des Filmes selbst bekommen eine andere, logischere Bedeutung.
Mit diesem Ende hätte noch zwei Ratten mehr den Virus überlebt.
18.6.08 19:25
 



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