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Fantastic Four 2: Rise of the Silver Surfer

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes
"Warum ich in dem Mist mitspiele? Habt ihr eine Ahnung, was Chrompolitur heutzutage kostet?"

Noch nie war eine Franchise unpassender benannt. Fantastic Four 2 ist nämlich genau wie sein Vorgänger alles andere als fantastisch. Dies ist vor allem Regisseur Tim Story zu verdanken, der sich offenbar alle Fehler des ersten Films zu Herzen genommen hat, um sie dann zu wiederholen. Aber ich versuche meine Gedanken zu ordnen, um diesem Verriss mehr Struktur zu geben als seinem Objekt.

Zuerst einmal: Ich war schon immer ein großer Fan der FV (Fantastischen Vier). Während sich Spiderman eher mit urbanen Problemen herumschlagen musste und die X-Men in Weltschmerz zerflossen, waren die FV dazu da, sich um wirklich galaktische Themen und global agierende Schurken zu kümmern. Tim Story ist anscheinend kein Fan der FV (obwohl er es gern behauptet), denn er versteht ganz offensichtlich nicht, worum es bei der mit Superkräften ausgestatteten Familie geht. Das hatte er schon mit dem ersten Film bewiesen. Wieder besseren Wissens habe ich der Fortsetzung eine Chance gegeben, teils weil der Surfer wirklich verdammt cool aussah (und auch so eine Lieblingsfigur von mir ist) und zweitens weil ich an zweite Chancen glaube. Immerhin war auch X-Men nicht ohne seine Fehler und Bryan Singer hat mit der Fortsetzung alles richtig gemacht. Tja, wie heißt das amerikanische Sprichwort: „Fool me once, shame on you, fool me…you can’t get fooled again” (George Walker Bush)

Wie üblich bei Comicverfilmungen hat man sich eine Story aus den Comics genommen und sie frei adaptiert. Obwohl in diesem Fall vergewaltigt schon eher hinkommt. Und zwar geht es um die erste Begegnung des Heldenteams mit dem kosmischen Wesen Silver Surfer, eines silbernen Mannes, der auf einem Surfboard durch das Weltall fliegt. Er dient dabei einem noch mächtigerem Wesen, dem Weltenverschlinger Galactus, für den er neue Planeten auskundschaftet und sozusagen den Tisch deckt. (Da dies alles 30-jähriges Comicwissen ist, habe ich mal den SPOILER-Zusatz weggelassen.)

Soweit die Story. Die ist auch ganz okay. Auf den ersten Blick zumindest. Die Probleme fangen jedoch gleich nach dem (schamlos von Superman Returns geklauten) Vorspann an. Und zwar ist der zweite zentrale Konflikt des Films (dramatischer Trommelwirbel) die Hochzeit der unsichtbaren Sue Storm (Jessica Alba) und Reed Richards (Ioan Gruffudd). Wie, ihr seid nicht beeindruckt von dem dramatischen Potential dieses Szenarios? Was, ihr erwartet ungefähr die Spannung von „Gülcans Traumhochzeit“? Nun ihr Lieben, ihr werdet nicht enttäuscht werden. Euch erwartet eine Szene nach der anderen, in der Sue und Reed ihre Zweifel über die Hochzeit, über Reeds Workaholic-Anfälle und über die Allgegenwärtigkeit der Paparazzo auswälzen. Willkommen bei Gala: the Movie Die subjektive Zeit während dieser Szenen schien sich um Einiges länger zu dehnen als selbst Mr. Fantastic es vermag. Das die beiden Turteltauben dabei die Chemie von destilliertem Wasser haben, hilft auch nicht gerade. Ian Gruffud wirkt wie ein verlorener Komparse, dem jemand unverhofft die Hauptrolle gegeben hat und hat das Charisma eines ausgespuckten Kaugummis. Doch neben Jessica Alba wirkt er wie ein verdammter Oscaranwärter. Ihr Gesichtsausdruck pendelt zwischen zickig und quengelig hin und her und die Art und Weise, wie sie ihre Kräfte spielt, ist unfreiwillig komisch. (Meine Assoziation war ein Pantomime, der von einer imaginären Wand erdrückt wird, während er einen Migräneanfall hat.)

Was aber ist mit dem Rest des Quartetts? Der brennende Johnny Storm (Chris Evans) ist die einzige Figur, die zumindest einen Hauch von Sympathie ausstrahlt, was anhand der eindimensionalen Charakterisierung eine große Leistung Evans ist. Das Ding (Michael Chicklis) muss sich wieder vergeblich unter unecht aussehendem Latex abquälen, irgendwelche Emotionen auszudrücken. Statt wie im ersten Teil mit seiner Existenz als Monster zu hadern, wird er aber zum ungeschickten Running Gag abgestempelt, gegen den Gimli in Herr der Ringe wie eine tragische Figur anmutet. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, haben wir da noch Dr. Doom (Julian McMahon), der als Bösewicht reaktiviert wurde.

Ein kleiner Exkurs zu Dr. Doom: (Habt Geduld mit mir, werte Leser, ich kehre bald schon zur eigentlichen Rezi zurück) Victor van Doom ist wohl der coolste Schurke der Comicwelt. Ein grausamer, eiskalter, genialer Wissenschaftler, der sein durch Experimente entstelltes Gesicht hinter einer Eisenmaske verbirgt, mit einer selbstgebauten Rüstung voller phantastischer Waffen, Herrscher eines eigenen Landes. Dr. Doom ist so cool, dass Darth Vader eine Kopie von ihm ist. Nun stellt euch vor, Darth Vader würde in Das Imperium schlägt zurück nicht nur seine Maske abnehmen, sondern auch noch von seinen Narben geheilt werden, um daraufhin fast für den ganzen Rest des Films im Anzug herum zu laufen. Genau das passiert mit Doom in FF2. Das er von Julian McMahon so subtil wie ein Bösewicht aus dem 19ten Jahrhundert gespielt wird (fehlt nur noch der Schnurrbart und der Zylinder) hilft der Sache auch nicht wirklich weiter.

Kommen wir zum Titelhelden des cineastischen Zugunglücks, dem Silver Surfer. Erstaunlicherweise ist die Figur, bei der man am ehesten eine alberne Umsetzung erwartet hätte, sehr gut gelungen. Dank dem Motion Capturing des sich unglaublich flüssig bewegenden Doug Jones (der Pan & der bleiche Mann in Pan's Labyrinth)und einer fast fotorealistischen CGI wirkt der Surfer tatsächlich wie ein erhabenes Wesen aus einer anderen Welt. Oder sollte man besser sagen, aus einem anderen Film, den er passt so wenig in FF2 wie ein Silberlöffel in die Manteltasche eines Obdachlosen. Höhepunkt des Films ist ohne Frage die Verfolgungsjagd zwischen Surfer und Fackel, obwohl man diese fast schon komplett im Trailer sehen konnte. Alles, was beim Surfer richtig gemacht wurde, wurde dafür bei Galactus wieder versaut. Wobei das kosmische Wesen eigentlich eher Cumulus heißen müsste. Der Verschlinger von ganzen Planeten ist nämlich eine riesige Wolke, die ein bisschen aussieht wie die Auspuffgase Gottes. Nun hatte ich natürlich nicht den 30 Meter großen Riesen in einer lila Rüstung erwartet, der er im Comic ist, aber eine WOLKE?!

Okay, bevor ich noch einen Herzinfarkt kriege, komme ich zum Fazit. Die Action ist passabel, auch wenn außer beim Surfer die Effekte ziemlich schlecht aussehen (allen voran Reed Richards Gummiarme), die Dialogszenen wirken wie etwas, dass bei „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ als zu langweilig abgelehnt werden würde. Sämtliche Schauspieler wirken gelangweilt oder chargieren total über. Die Story gibt dem Wort „Klischee“ einen ganz neuen grausamen Sinn.

Alles in allem bekommt der Film dank des Surfers und immerhin etwas besserer Action als in Teil eins noch einen keineswegs fantastischen halben von vier Punkten.
20.8.07 21:46
 



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