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Harry Potter und der Orden des Phoenix

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes
"Und so macht man eine Gardine wieder zu!"

Während Harry Potter in Buchform gerade zum letzten Mal Lord Voldemort gegenüber tritt, so ist es auf der Kinoleinwand gerade mal das zweite Mal. Wir erinnern uns: Als wir unseren Helden mit der blitzförmigen Narbe das letzte Mal sahen, wurde er Zeuge der Wiedergeburt seiner Nemesis, dessen Namen man nicht nennen darf, und der Ermordung von Cedric Diggory, seinem Konkurrenten um die Gunst der schönen Cho Chang, durch eben jenen Erzschurken. Unter der Regie von Mike Newell ging der Film dabei in eine Richtung, die deutlich düsterer ist als die der Vorgänger.

Dementsprechend startet auch Der Orden des Phönix eher trostlos. Wir sehen Harry (Daniel Radcliffe), der brütend auf einem verlassenen Spielplatz sitzt, bis sein Neffe Dudley, inzwischen zum Teenage-Gangsta mutiert, ihn aus seinen Gedanken reißt. Während die beiden ungleichen Verwandten sich streiten, verfinstert sich der Himmel und plötzliche Kälte bemächtigt sich allem. Zauberschüler und aufmerksame Zuschauer der letzten beiden Teile wissen, das kann nur eines bedeuten: Entweder hatte Roland Emmerich recht, oder Dementoren sind unterwegs. Tatsächlich greifen die hässlichen Verwandten der Ringgeister die beiden Teenager an und nur durch Harrys Zauberei können sie entkommen. Da gibt es nur ein Problem: Harry ist es nach dem Zaubergesetz verboten, seine Kräfte außerhalb der Schule zu gebrauchen. Unterwegs zu seinem Prozess fallen ihm noch andere beunruhigende Dinge in der magischen Welt auf. Erstens scheint niemand außer ihm und seinen Freunden Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) sowie Professor Dumbledore (Michael Gambon) zu glauben, dass Voldemort von Toten zurück gekehrt ist, zweitens benimmt sich sein bisheriger Mentor Dumbledore seltsam distanziert und drittens will ihm niemand erzählen, was der geheime „Orden des Phoenix“ plant, eine Art Superheldenteam aus Zauberern wie Lupin und Mad-Eye Moody, bekannt aus früheren Teilen der Fantasy-Franchise. Nur seinem Patenonkel Sirius (Gary Oldman) kann er sich anvertrauen. Dies alles führt dazu, dass Harry in diesem Teil sehr viel aggressiver und wütender agiert. Nur normale Begleiterscheinungen der Pubertät? Seine negativen Gefühle finden ein dankbares Ziel in Dolores Umbridge (Imelda Staunton), die vom Ministerium als neue Lehrerin eingesetzt wurde, in Wirklichkeit aber eher die Funktion einer ewig lächelnden Inquisitorin einnimmt. Und da wäre natürlich auch noch Voldemort, der Harry mit bedrohlichen Visionen quält.

Puh! Allein den groben Inhalt des Films einigermaßen kurz wiederzugeben, zeigt, wie kompliziert die Story des Films sich dem Zuschauer präsentiert. Immerhin handelt es sich um eine Verfilmung des bei weitem längsten Buches der Reihe. Regisseur David Yates stellt sich dieser Herausforderung, indem er nicht nur überflüssige Subplots der Vorlage fallen lässt, sondern auch auf völlig auf Erklärungen hinsichtlich bereits etablierter Figuren verzichtet. Dadurch ist der Film zwar mit Figuren und teilweise auch mit wichtigen Informationen in Nebensätzen vollgestopft, bewegt sich aber auch mit atemberaubender Geschwindigkeit vorwärts zum fulminanten Höhepunkt und reisst einen dabei mit. Der Nachteil dieser Entscheidung liegt auf der Hand. Noch mehr als bei den Vorgängerfilmen sind Zuschauer, welche den Inhalt der Bücher oder der Filme nicht parat haben, wahrscheinlich hoffnungslos verloren, was das Verständnis der Ereignisse angeht. Mindestens Teil drei und vier sind unumgänglich, wenn man nicht mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf im Kino sitzen will, dass den anderen die Sicht versperrt. Kennt man sich im Harry Potter Universum jedoch bestens aus, so wird man fast perfekt unterhalten. Jede der bis in die Nebenrollen inspiriert besetzten Figuren hat mindestens eine kurze Szene, in welcher sie oder er glänzen kann, und auch die Jungdarsteller zeigen einen auffälligen spielerischen Reifeprozess, wobei vor allem Daniel Radcliffe glänzt, da ihm mehr Soloszenen aufgebürdet werden. Zu erwähnen wäre auch Ralph Fiennes als Voldemort, der das absolut Böse mit einem faszinierend theatralischen Touch perfekt verkörpert. Ein großes Lob auch an ILM für ein Trick-Zauberwerk im wahrsten Sinne des Wortes und an Komponist Nicholas Hopper für die würdige Nachfolge des großen John Williams.

Mein abschließendes Urteil wird durch ein wenig Zauberei in zwei Fazits geteilt. Das eine betrifft Zuschauer, die lediglich amüsante Action-Fantasy erwarten, und die sich wenig oder gar nicht mit dem Harry Potter Universum auskennen. Solche Muggel wird der Film wahrscheinlich eher verwirren als unterhalten. Kann man dagegen mit Begriffen wie „Dementoren“, „Todesser“ oder „Hauselfen“ etwas anfangen, dann erwartet solche Zauberschüler ein der Vorlage würdiges, spannendes und fantastisches Kapitel in dem Märchen-Epos, das anscheinend sämtliche Fortsetzungsgesetze bricht (Immerhin gilt Teil drei als der beste Film der Reihe. Fällt euch eine andere Franchise ein, auf die das zutrifft? Mir nicht.)

Für uneingeweihte Muggel: 6 von 10 Zauberstäben.
Für initiierte Zauberschüler: 8 von 10 magischen Glaskugeln.
6.8.07 21:06
 



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