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Die Insel


"Verdammt, schon wieder den Bus verpasst!"

Menschen in weißer Einheitskleidung leben in einer unterirdischen Welt, die von einem totalitären Überwachungssystem kontrolliert wird. Strenge Regeln bestimmen das Zusammenleben und nehmen so manchem die letzte Hoffnung. Bis zwei Protagonisten schließlich den fulminanten Ausbruch wagen und die Welt hinter - oder viel mehr über - ihrer Welt entdecken.

Obwohl man sich während der ersten Sequenzen von Michael Bays "Die Insel" kaum dem Eindruck verwehren kann, genau so sähe "THX 1138" aus, wenn George Lucas einige Jahrzehnte später geboren und dadurch erst heute ein frisch gebackener Nachwuchsregisseur wäre, wandelt sich der Streifen schon bald sehr deutlich zu dem, was man wohl am besten mit den Worten "typischer Bay-Kracher" beschreiben kann.
Nun meine ich das allerdings alles andere als negativ. Im Gegenteil, diese Wandlung verpaßt dem Film keine Minute zu spät einen gehörigen Turbolader und sorgt dafür, daß sich ethische Diskussionen und moralische Fragen angenehm frisch präsentieren können, ohne sich als gedankenschweres Betroffenheitskino unaufhaltsam in die unendliche Langeweile zu steigern.
Endlich vereinen sich mal wieder allerhand themenbezogene Denkanstöße und eine dynamische actionbetonte Story im Dienste des Unterhaltungswertes.

Dank seiner Thematik hätte der Film natürlich ein hoch anspruchsvoller Streifen mit ein wenig Action werden können. Letztlich wurde die Betonung aber doch eher auf einen Actionfilm mit ein wenig Anspruch gesetzt. In Anbetracht der Tatsache, daß sowohl Handlung als auch Szenerie aber ohnehin nur ein Best-Of der großen Sci-Fi-Filme der letzten Jahrzehnte darstellen, war dies jedoch sicherlich eine vollkommen richtige Entscheidung.
Der Mix, den Michael Bay aus all diesen Versatzstücken von "THX" und "Planet der Affen" über "Matrix" bis zu "Minority Report" zusammenrührt, gerät nämlich äußerst schmackhaft. Hier zeigt sich, daß nicht immer nur die Zutaten entscheidend sind, sondern oftmals auch vieles vom Koch und seinem Team abhängt.
Nicht zuletzt, weil das Auge bekanntlich mit isst. Gesundes Biofutter, das nach nichts weiter aussieht, kann ich zu hause allein zusammenrühren. Ins schicke Restaurant gehe ich aber zu großen Teilen auch wegen des visuellen Schlemmerfaktors. Im Falle von "Die Insel" steht in dieser Hinsicht nun ein feiner Leckerbissen auf dem Tagesmenü. Das Best-Of gelingt und bietet darüber hinaus letztlich sogar die ein oder andere eigene Note.

Der ganz große Pluspunkt (neben den hervorragenden und unglaublich attraktiven Hauptdarstellern, die noch attraktiver in Szene gesetzt wurden - vor allem die süße Scarlett) ist - wie man es von nem Michael-Bay-Werk erwarten durfte - die Optik. Tolle Kamereinstellungen, Close-Ups und schöne Zeitlupenszenen.
Alles nicht unbedingt neu, aber zumindest ich habe nicht jeden seiner Filme gesehen und keinen davon besonders häufig (mein Lieblingsfilm von Bay und der einzige in meiner Sammlung ist übrigens "Armageddon"), so daß ich mich an schwarzen Hubschraubern und in Slow-Mo laufenden Muskelpaketen noch nicht müde gesehen habe. Erst recht, wenn die Stilmittel so gut zur Grundstimmung passen und die Motive wie Flucht, Ausweglosigkeit oder Dramatik stets im richtigen Moment zu unterstreichen vermögen.

Diese starke Betonung des Visuellen soll den Inhalt natürlich nicht vollkommen in Abrede stellen. Die Geschichte ist spannend und weiß zu überzeugen, regt sogar ein wenig zum Nachdenken an.
Nur führen mißbrauchte Klone und Organhandel heute höchstens noch im Ethikrat zu hitzigen Diskussionen, während der zeitgenössische Kinogänger spätestens seit menschlichen Erntefeldern a la "Matrix" doch etwas abgestumpft ist.

Und so steht am Ende nicht mehr und nicht weniger als endlich wieder ein richtig guter Actioner, bei dem man sich nicht "schämen" muß, ihn gut zu finden. Denn neben bloßer Ballerei gibt es wenigstens ein bissel was für's Hirn und auch die Logikfehler halten sich erfreulicher Weise in Grenzen.

Fazit: Ein schöner Film für den Sommer und Popcornkino, wie ich es mir wünsche (als ausgewogene Mischung zwischen Spaß und Anspruch mit leichter Tendenz zu ersterem, die aber nicht allzu sehr nach Fließbandproduktion aussieht).
Wer das Thema mag, für den lohnt sich auch unbedingt der Kinobesuch, denn die Bilder sind bombastisch. Michael Bay sollte ruhig öfter mal ins Sci-Fi-Genre wechseln.
Von mir gibt's 8 Klone von 10 Originalpunkten.
12.8.05 16:45
 



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