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Krieg der Welten

Victoria Beckhams neues Bein verbesserte den Gesamteindruck auch nicht gerade

Der neue Spielberg scheint ja wohl wirklich die Gemüter zu spalten. Die einen sind davon überzeugt, dass es ein Meisterwerk ist, die anderen halten es für den schlechtesten Film aller Zeiten. Keins der beiden Extreme stimmt natürlich zu. Statt einfach meine Meinung zu schreiben, werde ich mich mal auf den Status des Films als Romanverfilmung konzentrieren und ihn versuchen mit den früheren Umsetzungen des Stoffes zu vergleichen. (mit Spoilern)

Als Umsetzung des Romans (eigentlich eher der Novelle) "Krieg der Welten" ist Spielbergs Film die bisher werkgetreueste Umsetzung. Ok, die Geschichte von Wells spielt in Neuengland der Jahrhundertwende (also 1899) und es gibt eigentlich auch nur den (namenlosen) Erzähler als Hauptfigur. Aber so lang wie niemand eine absolut werkgetreue Version macht, bleibt Spielberg am nächsten dran. Das gilt für das Setting der Geschichte (aus dem neuenglischen Städtchen wird die amerikanische Vorstadt) als auch für die Figuren (eher normale Leute, keine Generäle oder Präsidenten). Besonders die Passage mit Ogelvy ist sehr nah am Original. Und Spielberg (und Koepp) zollen Wells ihren Respekt, indem sie den Film mit den Worten der Vorlage anfangen und enden lassen. Dies ist außerdem eine Verbeugung vor Orson Welles Radioversion, der das auch schon gemacht hat. Von dieser Version ist vor allem das Gefühl der Panik und das Chaos geblieben, selten hat mich ein Film dermaßen gepackt. Außerdem würde ich behaupten, das Fernsehteam (und die Berichterstattung vor dem Angriff) ist ebenfalls eine Anspielung auf die Radiomoderatoren des Hörspiels. Aber auch George Pals 50er Jahre Version zeugt der Film Respekt, vor allem im Design der Tripods und ihrer diversen Tentakel und Scheinwerfer (der Suchfühler war fast eine 1:1 Umsetzung). Und dann ist da natürlich die heraushängende Alienhand, ebenfalls ein Bild des alten Films.

Außerdem hat Spielberg den inhaltlichen Sinn von Krieg der Welten verstanden. Im Grunde sind die Aliens nur Symbole für aktuelle Ängste des Menschen. Wells verarbeite in seinem Roman die Paranoia seiner Landsleute vor einem Angriff der technologisch überlegenen Preußen (ernsthaft!) zusammen mit für ihn typische sozialistisch-gesellschaftskritischen Aussagen. Daraus wurden in den amerikanisierten Radio- und Filmversionen die Angst vor Nazis bzw. Kommunisten. Und schließlich bei Spielberg sind die Aliens eindeutig symbolisch für den Terrorismus zu verstehen. Das wird sogar explizit im Film gesagt und geht in der Darstellung soweit, das Bilder von aschebedeckten, panisch die Straße entlangrennenden Menschen stark an den 11.9. erinnert.

So, weniger eine Kritik als der Versuch eines Vergleichs. Deswegen noch kurz meine Meinung:

Spielbergs bester Film: nein, aber in der Top10
Bester Alieninvasionsfilm: ja, um Längen
Bester Film des Jahres: ebenfalls ja
Bester Science-Fiction Film aller Zeiten: nein
Perfekter Film ohne Fehler:
nein, Spielbergs gnadenloser Realismus passt immer weniger zu seinem zwanghaften Hang zum Happy End

Alles in allem: 9/10
23.7.05 15:33
 



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