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Sunshine

© Eigentum des jeweiligen Studios / Vertriebes
Das nächste Projekt des Internetriesen: Google Sun in HD

Irgendwann in der Zukunft. Die gute Nachricht: Globale Erwärmung dürfte kein Problem mehr sein. Die schlechte: Die Sonne stirbt und die Menschheit erwartet eine neue Eiszeit. Und zwar die letzte. Verzweifelt versucht die acht Mann starke Mannschaft der Ikarus II das Unvermeidliche aufzuhalten. Das Vorderteil ihres Sonnenwagens ist ein riesiger Schild aus Solarzellen, gleichzeitig Schutz und Energiequelle. Darunter lagern Millionen Tonnen spaltbares Material, die größte Bombe der Welt. Dahinter ist das vergleichsweise winzige Raumschiff, dass die Ladung Richtung Sonne schiebt. Am Rand des Sterns angekommen, soll die Ladung hineingeschossen und gezündet werden. Die Folge: eine neue Sonne an Stelle der alten. Vor sieben Jahren wurde es schon einmal versucht, doch die erste Mission scheiterte und verschwand. Auf ihrem Weg fängt Ikarus II plötzlich Signale auf. Notsignale.

Die erste Gottheit des Menschen war die Sonne. So gesehen ist Danny Boyles neuester Film ein Gottesdienst. Für diese sakrale Aufgabe hat er sich wie schon bei The Beach und 28 Days Later mit Bestseller-Autor Alex Garland zusammen getan. Mit Cillian Murphy als Physiker und Erfinder der „solaren Bombe“ ist sogar noch ein Bekannter aus letztgenanntem Apokalypse-Thriller dabei, dessen Fortsetzung zurzeit ebenfalls in die Kinos kommt. Neben Murphy spielen außerdem noch u.a Michelle Yeoh und Chris Evans mit, der witzigerweise in Fantastic Four die menschliche Fackel verkörpert.

Okay, ich will nicht länger um den heißen (!) Brei herumreden. Sunshine ist wahrscheinlich der beste Science-Fiction-Film seit langem. Bildgewaltig wie 2001, aber weniger mystisch; Packend wie Event Horizon aber logischer und ambitioniert wie Mission to Mars, aber äh... besser. Boyle und Garland schaffen es, alle Elemente ihrer Geschichte in der Waage zu halten und liefern damit vor allem eines ab, ein Festschmaus für die Sinne. Die spektakulären Bilder des gigantischen Raumschiffs und der monumentalen sterbenden Sonne; die mal sphärische, mal Gänsehaut erzeugende Musik von Underworld; die spannende und dennoch auf die Charaktere fixierte Handlung; all das macht Sunshine zu einem cineastischen Hochgenuss.

Auch die Schauspieler geben durch die (Sonnen)bank Höchstleistungen ab, wobei vor allem Cillian Murphy und (überraschenderweise) Chris Evans glänzen. Dazu gehört auch, dass die globalen Hintergründe der Katastrophe völlig außen vor gelassen werden. Für die Dauer des Films ist nur das achtköpfige Team der Ikarus II zu sehen. Damit wird Sunshine fast schon zum Kammerspiel. Hinzu kommt noch eine Prise Sozialkritik, die allerdings bei Weitem nicht so stark ausfällt wie in The Beach und 28 Days Later. Trotzdem ist die Ironie einer lebensrettenden Megabombe nicht zu übersehen, und ist nicht wie etwa bei Armageddon nur Vorwand für Actionspaß, sondern blutiger Ernst.

Es fehlt bei diesem Film wirklich schwer, Makel zu finden. Man könnte bemängeln, dass der Film manchmal etwas abrupt und unmotiviert die Genres wechselt oder dass das Ende auch ohne Sonnenbrille ziemlich vorhersehbar ist; aber angesichts der strahlenden Highlights des Films verdampfen solche Kritikpunkte wie Wassertropfen in der Sommerhitze. Boyle und Garland haben sich wieder einmal selbst übertroffen und bewiesen, dass sie zu den größten Visionären im derzeitigen Filmbusiness zählen.

Was bleibt mir da noch zu sagen außer: ansehen, und zwar unbedingt im Kino!
Die Leuchtkraft der Sonne beträgt noch 3,67 von 3,86•10 hoch 26 Watt.
19.4.07 00:26
 



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